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Hitze mit Schattenseiten

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Bei Temperaturen von teilweise über 30 Grad Celsius ist eine Abkühlung im Wasser, wie hier im Freibad Wittingen, genau das Richtige. Wichtig: Sonnencreme nicht vergessen.
Bei Temperaturen von teilweise über 30 Grad Celsius ist eine Abkühlung im Wasser, wie hier im Freibad Wittingen, genau das Richtige. Wichtig: Sonnencreme nicht vergessen. © Klüting

Landkreis Gifhorn. Mit Macht ist der Sommer im Landkreis Gifhorn eingekehrt, Tage wie im Bilderbuch. Doch auch die sonnige Jahreszeit hat ihre Schattenseiten: Sowohl der menschliche Körper als auch die Umwelt reagieren empfindlich auf das Wetter.

„Temperaturen über 30 Grad Celsius stellen gewisse Anforderungen an den menschlichen Körper“, weiß der Gifhorner Amtsarzt Josef Kraft. „Wenn man schwitzt, braucht man zum Ausgleich auch mehr Flüssigkeit und mehr Elektrolyte.“ Daher sei es bei Sommerhitze ratsam, viel kühles Wasser mit einem Schuss Zitronensaft oder einer Zitronenscheibe zu trinken. „Das erfrischt und gibt dem Körper außerdem, was er braucht“, so Kraft.

Frische Luft ist bei diesem Wetter natürlich umso verlockender. „Es ist durchaus ratsam, die Freizeit im Grünen oder am See zu verbringen, wo man sich auch abkühlen kann“, erklärt Kraft. „Man sollte sich dabei aber auf jeden Fall vor der Sonne schützen. Besonders Kinder sind da sehr empfindlich.“ Daher sollten Sonnencreme und Kopfbedeckungen nicht fehlen.

Um nachts besser schlafen zu können, sollten Schlafräume kühl gehalten werden. „Damit sich der Körper von der Hitze des Tages erholen kann“, so der Amtsarzt.

Beim Essen solle man möglichst auf leichte, wasserhaltige Kost setzen und auf schwere Mahlzeiten verzichten. Gerade momentan ist das sehr wichtig, denn bei mangelnder Flüssigkeitszufuhr drohen Kopfschmerzen, Schwindel und Kreislaufbeschwerden, gerade bei älteren Menschen. So ist die Zahl der Notfälle im Klinikum Uelzen am letzten Wochenende um fast 20 Prozent angestiegen.

Im Krankenhaus Wittingen kam es am Sonntag zu einem Anstieg der Zahl ambulanter Patienten mit „Hitzestich“. Überraschend gab es allerdings keine vermehrte stationäre Aufnahme älterer Menschen wegen Austrocknung durch Abnahme des Körperwassers zu verzeichnen.

Am Gifhorner Klinikum war der Sonnabend der Höhepunkt. „Wir hatten 51 Notfälle, 25 Prozent mehr als sonst“, sagt Jan Hetebrügge von der Unternehmenskommunikation. „Je schöner das Wetter, desto gefährlicher wird es.“

Von Paul Gerlach und Dennis Klüting

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