Lessien: Gemeindewehren übernehmen nach Schließung des Truppenübungsplatzes den Brandschutz

Heute endet eine „Ehra“

Mit der Auflösung des Truppenübungsplatzes fällt auch die Platzfeuerwehr auf dem Gelände weg. Den Brandschutz sollen dann die Wehren der umliegenden Gemeinde übernehmen.

Lessien. „Eine ‘Ehra’ in Lessien geht zu Ende“ – zu steht es auf der Einladung für die heutige Abschiedsfeier auf dem Truppenübungsplatz in Lessien. Wie Hauptmann Stefan Büggener im IK-Gespräch erklärt, wurde die Außerdienststellung auf heute vorgezogen.

„Kommandant Oberst Ahrens geht im September in Pension. Ab dem 1. Juli wird mein Personal vom Truppenübungsplatz versetzt“, nennt Büggener zwei Gründe für die vorgezogene Feier. Derzeit arbeiten 65 Personen auf dem Truppenübungsplatz, fünf Soldaten, 21 Feuerwehrmänner und der Rest ist Personal. Am 27. Juni findet dann der letzte Schieß- und Übungsbetrieb auf dem Truppenübungsplatz statt. Zum 31. Dezember wird der Standort und die Feuerwehr aufgelöst.

Den Schwerpunkt wird bis Ende des Jahres der Rück- und Abbau der Schießanlagen, der Gebäudeteile und der Infrastruktur bilden. „Teile davon werden nach Bergen verlegt“, informiert Büggener.

Auf dem Truppenübungsplatz in Lessien wurde auch an den Nachwuchs gedacht. So gab es Infos über den beruflichen Werdegang.

Ein weiterer Fokus wird auf die Suche nach Munition und die Konversion der Wege und freien Flächen gelegt. Wie der Kommandant erläutert, wird diese Arbeit bis November andauern. Vertraglich sei festgehalten, dass lediglich akute Gefahrenstellen oberflächlich beseitigt werden müssten – also Freiflächen und Wege. „Was danach geschieht, obliegt im Prinzip der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben“, so Büggener. Bleibt die Frage, was mit dem Truppenübungsplatz nach dem Abzug der Bundeswehr passiert? „Die Nachnutzung ist noch offen. Volkswagen verhandelt derzeit, um einen Teil der Fläche zu übernehmen“, weiß Büggener. Der Konzern plant, die Fläche seines Testgeländes zu erweitern. Mit der Thematik beschäftige sich der Lenkungsausschuss, er müsse ein Konzept erarbeiten.

Von Carola Hussak

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