Polizei Gifhorn warnt vor witterungsbedingten Risiken

Der Herbst bringt Gefahren im Straßenverkehr

Autofahrer übersehen gerade zum Herbstanfang Gefahrenquellen, die der schleichende Wetterwechsel, die Erntezeit und der vermehrte Wildwechsel mit sich bringen.
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Autofahrer übersehen gerade zum Herbstanfang Gefahrenquellen, die der schleichende Wetterwechsel, die Erntezeit und der vermehrte Wildwechsel mit sich bringen.

Landkreis Gifhorn. Obwohl die astronomische Herbstzeit erst in der nächsten Woche beginnt, macht sich der Jahreszeitenwechsel schon seit längerem anhand der kürzer werdenden Tage, der abnehmenden Sonnestunden, der morgendlichen Nebelschwaden und der vermehrten landwirtschaftlichen Fahrzeuge auf den Straßen bemerkbar.

Aus diesem Grund warnt die Gifhorner Polizei vor erhöh. tem Gefahrenpotential im Straßenverkehr.

„Immer wieder im Herbst bemerken wir einen Anstieg der Unfallzahlen“, berichtet Thomas Reuter, Sprecher der Polizei Gifhorn. „Oft handelt es sich dabei nur um kleinere Schäden, aber auch diese Unfälle sind vermeidbar“, sagt Reuter. Es gelte also sich den ungünstigen Witterungsbedingungen anzupassen.

Die Fahrbahnen sind gerade in dieser Zeit – besonders in den Morgen- und Abendstunden – oftmals feucht und damit allein schon rutschig. Hinzu kommt die durch die Erntefahrzeuge auf die Straße getragene Verschmutzung, die oft erheblich und besonders gefährlich ist, weil sie wie Schmierseife wirkt, informiert die Polizei. Brems- und damit auch Anhaltewege aller Kraftfahrzeuge werden dadurch deutlich länger und die Gefahr, bei plötzlichen Lenkmanövern von der Straße abzukommen, steigert sich.

Auch die Lichtreflexionen, gerade im Herbst, sind erheblich und die tiefstehende Morgen- und Abendsonne aus Ost- und West ließen die Autofahrer uns manchmal nahezu erblinden, so die Polizei, die deshalb gerade jetzt empfiehlt, eine Sonnebrille im Auto parat zu haben. Zudem wird empfohlen, in der zunehmend dunkler werdenden Jahreszeit immer mit eingeschalteter Beleuchtung zu fahren, um besser sichtbar zu sein.

Alle Landwirte, die gerade jetzt zur Erntezeit verstärkt auf den Straßen unterwegs sind, sollten die Beleuchtungseinrichtungen an ihren Fahrzeugen und Maschinen kontrollieren und wenn nötig reparieren, so die Polizei.

Gerade die landwirtschaftlichen Fahrzeuge stellen eine weitere Gefahrenquelle da. Denn obwohl die modernen landwirtschaftlichen Fahrzeuge heute wesentlich schneller fahren als früher, bremsen sie den fließenden Verkehr deutlich herunter und führen oft zu langen Fahrzeugschlangen und dadurch bedingt auch zu gefährlichen Überholmanövern. Autofahrer sollten beim Überholen deshalb stets an die Länge der landwirtschaftlichen Züge und ihre im Vergleich zu früher höhere Geschwindigkeit denken.

Des Weiteren weist die Polizei auch auf die gegenwärtige und sich fortsetzende Paarungszeit von Dam-, Rot- und Schwarzwild hin, was gerade in dieser Zeit, insbesondere bis in den November hinein, zu vermehrtem Wildwechsel, insbesondere in der Morgen- und Abenddämmerung führt. Bei Begegnungen mit Wild sollte auf keinen Fall ausgewichen, sondern abgebremst werden. Dabei sollte das Lenkrad zudem mit beiden Händen festgehalten werden. Bei einer Kollision heißt es: Auto wenn möglich von der Straße entfernen, Warnblinker setzen, Warnweste überziehen, Warndreick aufstellen und die Polizei verständigen.

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