Gifhorn: Polizei warnt Autofahrer vor der dunklen Jahreszeit

Herbst birgt Gefahren für Autofahrer

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Der Herbst hat Einzug gehalten. Häufig tritt nun am Morgen oder am Abend Nebel auf.

Landkreis Gifhorn. Heute ist astronomischer Herbstanfang, dabei hat der Herbst bereits Anfang September Einzug gehalten. Morgens und abends gibt es Bodennebel, die Tage werden kürzer, es dämmert am Morgen später und am Abend deutlich früher.

Auf die Gefahren des zunehmenden Wildwechsels in der Dämmerung hat die Polizei bereits hingewiesen. Aber auch die Haupterntezeit hat Einzug. „Sowohl zur Tages- als auch zur Nachtzeit müssen wir mit verstärktem landwirtschaftlichen Verkehr und deutlich verschmutzten Straßen rechnen“, sagt Hans-Heinrich Kubsch, Verkehrssicherheitsbeauftragter der Polizeiinspektion Gifhorn. Besonders für Motorradfahrer würden feuchte, verschmutzte, schmierige Fahrbahnoberflächen erhebliche Gefahren bergen. Der Brems- und damit auch der Anhalteweg wird erheblich länger und jede Notbremsung kann zu einer Schleuderpartie führen. „Man muss bedenken, dass landwirtschaftliche Fahrzeuge in der Regel deutlich langsamer fahren, häufig breiter und gerade in der Dämmerung und Dunkelheit oftmals schlecht zu erkennen sind“, so Kubsch. Besonders beim Verlassen der Ackerflächen seien sie, vor allem in der Dunkelheit, schwer auszumachen. Und wenn nur ein Rücklicht eines Zuges ausfällt, wirke es in der Dunkelheit von Weitem oft wie ein Zweirad, Mofa oder Moped. Daher Kubschs Apell: „Landwirte sollten dringend die Beleuchtungsanlagen an ihren landwirtschaftlichen Maschinen überprüfen. Bei Überbreite der Fahrzeuge sollten Warntafeln angebracht werden.“

Moderne Zugmaschinen erreichen heute Geschwindigkeiten bis zu 60 Stundenkilometern. Daher werden sie, so Kubsch, gerade beim Überholen unterschätzt.

Viele Autofahrer fahren bei diesigem Wetter und bei Dämmerung mit Tagfahrlicht. „Das ist nicht für diese Lichtverhältnisse ausgelegt. Bei Tagfahrlicht ist keine Rückbeleuchtung eingeschaltet, die Fahrzeuge werden von hinten zu spät oder gar nicht gesehen“, mahnt der Verkehrssicherheitsbeauftragte.

Mittlerweile, so Kubsch, seien neuere Modelle mit Sensoren ausgestattet, durch die, wenn der Lichtschalter auf „AUTO“ steht, automatisch von Tagfahrlicht bei Dämmerung auf Fahrlicht umgeschaltet wird. Jedoch gebe es noch viele Fahrzeuge, wo der Fahrer manuell auf Fahrlicht umschalten muss. Vergisst er dies, fährt er gegebenenfalls bis in die Dunkelheit ohne Rückbeleuchtung.

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