Nordkreis-Kommunen setzen bei Waldbrandgefahr auf Sorgfalt der Bürger

Heißes Wetter, kalter Grill?

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Wer grillt, sollte auf ausreichend Abstand zu Wäldern oder brennbaren Objakten achten.

Isenhagener Land – Der Sommer lockt nach draußen – und an den Grill. Doch das kann angesichts der Trockenheit zum Problem werden.

Die Samtgemeinde Isenbüttel hat vor diesem Hintergrund eine Gefahrenabwehrverordnung erlassen: Unter anderem ist das Grillen mit Kohle oder Holz untersagt, sobald der Graslandfeuerindex des Deutschen Wetterdienstes für den Bereich Wolfsburg auf Stufe 3 steigt.

Kreisbrandmeister Thomas Krok sagt dazu: „Im Moment haben wir nicht die höchste Waldbrandstufe. sodass ein Verbot, mit Holzkohle zu grillen, bislang nicht vorliegt. Sollte Waldbrandstufe 5 ausgerufen werden, so kann es hier im Kreis sicher wieder ein Thema werden.“

Das IK hat sich in den Nordkreis-Rathäusern umgehört, ob es ein solches Verbot zeitnah auch hier geben könnte. „Bislang liegen keine Anträge für ein Holzkohleverbot vor“, sagt Hankensbüttels Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel. „Unsere öffentlichen Grillplätze sind gut gesichert. Wir appellieren aber an unsere Bürger. Trockenheit stellt beim Grillen immer ein Risiko dar. Wir werden die Lage weiter beobachten und dann entscheiden.“

So sieht das auch seine Bromer Kollegin Manuela Peckmann: „Ein allgemeines Verbot gibt es bislang nicht. In unserer Satzung wird bezüglich Sicherung und Ordnung ausführlich informiert.“ Auch Wesendorfs Erster Samtgemeinderat Marc Bludau appelliert an die Sorgfaltspflicht der Bürger: „Grundsätzlich ist jeder verpflichtet, auf die Gegebenheiten zu achten. Offene Feuer sind nur an ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Ein explizites Holzkohleverbot gibt es aber nicht.“ Andreas Ritter, Leiter des Ordnungsamts der Stadt Wittingen, schließt sich dem an. „Sollte sich die Waldbrandgefahr erhöhen, so wird es natürlich auf entsprechenden Plätzen Thema werden.“

hib

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