Hauptursache: Wildunfälle

Anzahl der Unfälle im Landkreis steigt, weniger Schwerverletzte

Immer langsam: Der Blitzer am Hankensbütteler Otter-Zentrum hat seine Wirkung nicht verfehlt. Die Kreuzung ist kein Unfallschwerpunkt mehr.
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Immer langsam: Der Blitzer am Hankensbütteler Otter-Zentrum hat seine Wirkung nicht verfehlt. Die Kreuzung ist kein Unfallschwerpunkt mehr.
  • VonMatthias Jansen
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Gifhorn. Bei der Präsentation offenbarte die Verkehrsunfallstatistik im Landkreis Gifhorn Licht und Schatten. Während die Anzahl der Unfälle insgesamt, die Zahl der Todesfälle und der Leichtverletzten leicht anstieg, gab es bei den Schwerverletzten einen deutlichen Rückgang.

.Mit 88 Schwerverletzten – gewertet werden die Opfer, die länger als 24 Stunden in einem Krankenhaus bleiben müssen – schnitt der Landkreis Gifhorn in der Polizeidirektion Braunschweig am Besten ab. Der Rückgang von 26,7 Prozent sei, so Wilfried Enderle, Sachbearbeiter Verkehr, ein „sehr guter Wert“. Bei der Anzahl der Unfälle (+6,1 Prozent) mit leichten Verletzten (+4,8 Prozent) gab es einen leichten Anstieg. Es habe, so Polizeisprecher Thomas Reuter, eine Verlagerung von den Schwer- zu den Leichtverletzten gegeben. „Das ist eine positive Entwicklung. Da müssen wir hinkommen“, meinte der Gifhorner Polizeisprecher.

Während die Anzahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss um zwei Vergehen anstieg, sanken die Baumunfälle (von 110 auf 82) und die drogenbedingte Zusammenstöße (von 69 auf 52).

Hauptgrund für Unfälle sind Wildtiere auf der Fahrbahn (1170) vor der Unachtsamkeit der Fahrer (978) und Fehler beim Wenden/Abbiegen (502). Dass, so Reuter – Sprecher der Kreisjägerschaft – sei damit zu begründen, dass es viel Wild gebe. „Die milden Winter haben dazu geführt, dass das Nahrungsangebot groß ist.“ Bei den Todesfällen sind „Andere Fehler der Fahrer“ (25), die Geschwindigkeitsüberschreitung (15) sowie das Nichtbeachten der Vorfahrt (14) die wesentlichen Ursachen.

Bei der Bewertung der Wege als Unfallschwerpunkte schneidet der Nordkreis deutlich besser als die Stadt Gifhorn und der südliche Bereich ab. Nur die Kreuzung L 284/B4 zwischen Wesendorf und Ummern, die Linkskurve der B 248 vor Ehra-Lessien sowie – neu – in Knesebeck die Kreuzzug Marktstraße/Wittinger Straße gelten als Unfallhäufungsstellen. Die Ursache für die geringere Zahl der Unfallstellen erklärte Werner Sülflow, Leiter Einsatz und Streifendienst in Wittingen, mit dem geringeren Verkehrsaufkommen. Zudem sei die Polizei im Nordkreis von Maßgabe abgewichen, dauerhaft den Druck einer möglichen Überwachung auf die Verkehrsteilnehmer auszuüben. „Es gibt wenige Stellen, wo wir aber permanent stehen. Ich denke, dass wir ein verändertes Verhalten der Fahrer schon wahrnehmen.“ Die Installation des Blitzers vor dem Abzweig Hankensbüttel/Emmen am Otter-Zentrum habe bereits dazu geführt, dass diese Stelle nicht mehr als Schwerpunkt gilt.

Von Matthias Jansen

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