Freibad-Zwischenbilanz im Isenhagener Land fällt durchwachsen aus / Weniger Besucher in Wittingen und Brome

Hankensbütteler baden trotzdem

Der natürliche Badesee im Strandbad Knesebeck kann nicht mit beheiztem Wasser punkten und nur vereinzelt trauen sich einige wetterfeste Schwimmer in das Wasser.

Isenhagener Land. Ende April geht’s meistens los, und Anfang oder Mitte September ist schon wieder Schluss. Das heißt: Bei der Badesaison im Isenhagener Land ist Halbzeit – und bisher meinte das Wetter es nicht allzu gut.

Zeit für eine Zwischenbilanz: Lassen sich die Besucher vom trüben Himmel abschrecken, oder spielt für echte Wasserratten das Wetter keine große Rolle?.

Das Wittinger Ernst-Siemer-Bad hatte bis Juni 15 935 Besucher zu verzeichnen, 1492 weniger als im letzten Jahr um dieselbe Zeit. „Allerdings sind auch merklich weniger Schüler dagewesen“, sagt Ute Benecke von der Wittinger Stadtverwaltung. „Wir hoffen auf Juli und August, und dass wir doch noch mehr Besucher als im letzten Jahr haben werden.“ Jahreskarten verschiedener Art wurden bisher circa 250 Stück verkauft, und auch hier setzt man noch auf die kommenden zwei Monate.

Das Strandbad in Knesebeck hat es als natürlich angelegtes Gewässer ohne Beheizung naturgemäß besonders schwer, wenn das Wetter nicht stimmt. Lediglich rund 200 Gäste konnten hier bisher verzeichnet werden. „Ganz mutige Einzelschwimmer – alle anderen warten noch auf den richtigen Sommer“, vermutet Benecke.

Erfreuliche Zahlen gibt es aus dem Hankensbütteler Waldbad, das im April in die Saison startete. Hier werden die Besucher, die die Kasse passieren, per Knopfdruck gezählt – und der Knopf wurde laut Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel bis zum 5. Juli schon 17 373 mal gedrückt. Der Mai lief sehr gut, der Juni war eher mies.

Zur gleichen Zeit im Vorjahr waren es 16 000 Besucher im Waldbad – die diesjährige Zahl ist trotz des gefühlt schlechten Wetters also besser. „Wir haben viele Jahreskarteninhaber“, sagt Taebel, „die kommen trotz Wind und Wetter.“ Keine schlechten Chancen also, am Ende zumindest wieder die Besucherzahl vom Vorjahr – 33 000 – zu schaffen.

Das Bromer Freibad verzeichnete bis zum 1. Juli insgesamt 6842 Besucher, hatte allerdings auch deutlich später seine Türen geöffnet als die Einrichtungen in Wittingen und Hankensbüttel. Dennoch: „Das sind weniger als im Vorjahr um diese Zeit, das ist eher schlecht“, erklärt Manuela Peckmann von der Samtgemeinde Brome auf Anfrage des IK. Der Absatz an Dauerkarten entspreche allerdings ungefähr dem des vorherhigen Jahres und sei somit stabil. „Es gibt immer einen Schub an Käufen von Dauerkarten am Anfang des Sommers und einen zu Beginn der Sommerferien, aber die beginnen ja erst in drei Wochen“, sagt Peckmann. Sie bewerte den Verkauf von Dauerkarten als „normal“.

Von Rieke Jung

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