Feuer richtet 200 000 Euro Schaden an Scheune an / Polizei nimmt Verdächtigen fest

Großbrand in Volkse

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Volkse: Das Dach eines landwirtschaftlichen Nebengebäudes stand Samstagnacht lichterloh in Flammen.

Volkse. Großeinsatz für über 120 Kameraden der Feuerwehren aus dem Gifhorner Südkreis und der Berufsfeuerwehr aus Hannover. In der Nacht zu Sonntag ist in Volkse zunächst in einem Heuwagen Feuer ausgebrochen, das dann auf einen einen angrenzenden Rinderstall übergriff.

Zwei verletzte Personen kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehren schlugen die Flammen bereits aus dem Dach. „Ich habe sofort die Alarmstufe zwei auslösen lassen“, sagte Meinersens Samtgemeindebrandmeister und Einsatzleiter Norbert Pachali. In der Nacht waren die Feuerwehren Dalldorf, Leiferde, Meinersen, Hillerse, Ohof und Seershausen vor Ort – 40 von den Kräften mussten unter Atemschutz löschen.

Wie Pachali das IK informierte, konnte der Landwirt den brennenden Anhänger noch aus dem Gebäude ziehen, doch die Flammen drohten auf den Stall überzugreifen, in dem sich noch junge Bullen befanden. In Absprache mit dem Landwirt wurden die Stalltüren nicht geöffnet. Die Gefahr, dass die Bullen unkontrolliert während der Löscharbeiten herumlaufen und Feuerwehrleute verletzen war zu groß. Vor den Stalltüren wurden Lüfter aufgestellt, um Frischluft in den Stall zu blasen damit die Tiere atmen konnten. Dennoch sind zwei Tiere gestorben und eins wurde verletzt. Wie Tobias Nadjib, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr, das IK informiert, sollen die restlichen Tiere nun auf umliegende Höfe verteilt werden.

Mehr als 120 Einsatzkräfte kämpften abwechselnd vor Ort gegen die Flammen.

Da der Brand im Dachgeschoss des Gebäudes ausbrach, wurde dann noch der Löschzug der Feuerwehr Gifhorn mit der Drehleiter alarmiert. Kurz nach 2 Uhr waren die mit 20 Feuerwehrleuten unter Leitung von Maik Schaffhauser vor Ort. Auf dem Dach lagerten Stroh und Düngemittel. Pachali forderte schließlich noch die Berufsfeuerwehr Hannover an, die mit einem Bagger, der über einen langen Greifarm verfügt, den Dachstuhl wegrissen und das Stroh ablöschten

Über eine 500 Meter lange Versorgungsleitung von der Oker wurden 4000 Liter Löschwasser pro Minute zum Einsatzort gefördert. Später wurden dann noch die Feuerwehren Ahnsen und Ettenbüttel alarmiert, damit die Atemschutzgeräteträger abgelöst werden konnten. Wie zu hören war, soll das Gebäude vor 20 Jahren schon einmal gebrannt haben.

Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des DRK war zur Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken und heißen Würstchen vor Ort. „Das ist der erste Einsatz unseres neuen Versorgungswagens, den wir erst seit wenigen Tagen haben“, sagte SEG-Einsatzleiter Horst Kraemer. Seine Leute haben die Versorgung schnell in den Griff bekommen.

Den Schaden beziffert die Polizei auf 200 000 Euro. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Zeugen sollen eine Mann kurz nach Ausbruch des Feuers auf dem Gelände bemerkt haben. Auf IK-Anfrage bestätigt die Polizeidirektion Braunschweig, „dass es einen Verdächtigen gibt, der wegen einer Rauchvergiftung noch nicht vernommen werden konnte. Die Befragung soll noch erfolgen“.

Von Bernd Behrens und Carola Hussak

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