Neuer Gifhorner Kreistag hat sich konstituiert

Groko? Die Frage ist noch offen

Der neue Kreistag steht auf einer Treppe in der IGS Sassenburg.
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Landrat Tobias Heilmann (vorn r.) und der Erste Kreisrat Dr. Thomas Walter (l.) mit den Mitgliedern des neuen Kreistags.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
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Westerbeck – Einen Hauch von GroKo könnten die rund 25 Zuschauer der konstituierenden Kreistagssitzung am Mittwoch gewittert haben. Doch so weit ist es (noch) nicht: SPD und CDU, die beiden stärksten Kräfte, hatten sich im Vorfeld schon mal in Personalfragen abgestimmt und demonstrierten in der Mensa der IGS Sassenburg große Einigkeit, als es an die Vergabe der zahlreichen Posten und Pöstchen ging. Über eine eventuelle inhaltliche Zusammenarbeit in den nächsten fünf Jahren wollen beide Fraktionen aber erst noch sprechen.

Zum Auftakt der Sitzung leistete erst einmal der neue Landrat Tobias Heilmann (SPD) seinen Amtseid. Den Altersvorsitz für diesen Akt hatte Hartmut Viering (AfD) an Gerda Grete (SPD) abgetreten – Heilmann zeigte sich dafür sehr dankbar, da er so von einer langjährigen politischen Weggefährtin vereidigt werden konnte. Sein Wunsch für die nächsten fünf Jahre Kreispolitik: „Wir sollten kämpfen um die besten Argumente, aber am Ende alle an einem Strang ziehen.“

Das klappte dann bei den Personalien schon mal ganz gut. Als Vorsitzenden des Kreistages und damit Leiter der Sitzungen schlug die SPD Ottmar Bartels vor. Der Tiddischer Sozialdemokrat bekam ein einstimmiges Votum. Das galt auch für seine beiden Stellvertreter Horst Schiesgeries (CDU, 1. Stellvertreter) und Rüdiger Wockenfuß (Grüne).

Bei der Wahl der beiden ehrenamtlichen Vertreter des Landrats ging die Harmonie sogar so weit, dass keine Rangfolge festgelegt wurde. Inge Elvers (SPD) und Thomas Reuter (CDU) sind Vertreter auf Augenhöhe, wenn es um repräsentative Aufgaben geht. Mit Heilmanns Aufgaben als Chef der Kreisverwaltung haben sie derweil nichts zu tun.

Ob SPD und CDU, die gemeinsam mit 36 Sitzen über eine Mehrheit im 59-köpfigen Kreistag verfügen würden (37, wenn man den Landrat mitzählt), auch in eine Koalition gehen wollen, das sollen Gespräche in den nächsten beiden Wochen zeigen. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Brigitte Brinkmann wie auch ihre CDU-Amtskollegin Telse Dirksmeyer-Vielhauer erklärten auf Anfrage, der Prozess sei ergebnisoffen.

Derweil bilden die FDP und die Unabhängigen (je drei Mandate) eine Gruppe, ebenso wie die Linke und DIE PARTEI (je ein Mandat). Letztere haben sich darüber hinaus per Gruppenbildung den Grünen (acht Mandate) angeschlossen.

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