Echte Grippe ernst nehmen

Gifhorns Amtsarzt rät zu Infomationsgespräch mit dem Hausarzt

Gifhorns Amtsarzt Josef Kraft rät, sich vor Beginn der Grippesaison beim Hausarzt zu informieren und den Gesamtimpfstatus überprüfen zu lassen.
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Gifhorns Amtsarzt Josef Kraft rät, sich vor Beginn der Grippesaison beim Hausarzt zu informieren und den Gesamtimpfstatus überprüfen zu lassen.

Landkreis Gifhorn. Eine echte Grippe (Influenza) ist keine einfache Erkältungskrankheit wie ein grippaler Infekt, sondern eine ernstzunehmende virale Infektion.

Einige Personengruppen der Bevölkerung sind besonders gefährdet, vor allem ältere, chronisch Kranke oder immungeschwächte Personen sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen haben ein erhöhtes Risiko für lebensbedrohliche Komplikationen, insbesondere für Lungenentzündung durch bakterielle Superinfektion. „Auch bei einer Schwangerschaft erhöht sich das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf“, sagt Gifhorns Amtsarzt Josef Kraft.

Saisonale Influenzaviren treten jährlich auf und beginnen meist nach dem Jahreswechsel. Sie können von Jahr zu Jahr erheblich hinsichtlich der Zahl der Infizierten oder Erkrankten sowie der Zahl der schweren Krankheitsverläufe und Todesfälle schwanken. Eine Stärke der Grippewelle ist nicht vorhersehbar. „Die Grippewelle verursacht in Deutschland jährlich zwischen ein und sieben Millionen zusätzliche Arztkonsultationen. Es infizieren sich schätzungsweise 5 bis 20 Prozent der Bevölkerung, aber nicht jeder Infizierte erkrankt und nicht jeder Erkrankte sucht eine Arztpraxis auf“, weiß Kraft.

Die wirksamste Maßnahme, so der Amtsarzt, gegen Grippe geschützt zu sein und die Verbreitung des Virus zu stoppen, ist jedoch die Impfung gegen Grippe. Die ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung insbesondere allen Personen ab 60 Jahren, Schwangeren, Personen jeden Alters mit Grunderkrankungen sowie medizinischem Personal. Bis das Immunsystem nach einer Impfung entsprechend reagiert hat dauert es 10 bis 14 Tage. Die Impfung soll in den Monaten Oktober und November erfolgen, der Grippeimpfstoff ist effektiv und gut verträglich. Um einen Schutz gegen die sich ständig veränderten Influenzaviren zu erzeugen, muss die Zusammensetzung der Influenzaimpfstoffe stetig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Auf der Grundlage des jährlichen und weltweiten Monitorings der zirkulierenden Influenzaviren entscheidet die Weltgesundheitsorganisation für die Nordhalbkugel bereits im Februar über die Impfstoffzusammensetzung für die nachfolgende Influenzasaison und empfiehlt die am besten geeigneten Impfstämme.

Noch vor Beginn der Grippesaison sollte mit dem Haus- und Kinderarzt wegen einer Grippeimpfung gesprochen und der Gesamtimpfstatus überprüft werden.

Für weitere Fragen zur Impfung steht Amtsarzt Josef Kraft im Gesundheitsamt Gifhorn unter (05371) 82700 gerne zur Verfügung.

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