Landkreis Gifhorn regelt Schülerbeförderung / Eltern können selber Entscheidung treffen

Was tun bei Glatteis oder Schnee?

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Bei Glatteis und Eisregen entscheidet der Landkreis Gifhorn, ob es eine Schülerbeförderung gibt oder nicht.

Gifhorn. Extreme Wetterverhältnisse wie Glatteis, Eisregen, starke Schneefälle oder heftige Stürme können zu einer erheblichen Gefährdung der Schulwege führen.

Wenn die Sicherheit der Schulwege und damit verbunden die Schülerbeförderung nicht mehr gewährleistet werden kann, entscheidet der Landkreis Gifhorn in Absprache mit den Beförderungsunternehmen über eine Einstellung der Schülerbeförderung und somit über einen möglichen Unterrichtsausfall im gesamten Kreisgebiet.

Dieses betrifft nicht nur die Beförderung im öffentlichen Personennahverkehr, auch die Beförderung zur Förderschulen außerhalb des Landkreises Gifhorn wird in diesen Fällen aus Sicherheitsgründen nicht mehr vorgenommen.

Wie Karsten Kreutzberg, Fachbereichsleiter Schule, jüngst informierte, sollen die Eltern sensibilisiert werden. Genaue Informationen über Schulausfälle würden über die bekannten regionalen Rundfunksender mit den Verkehrshinweisen nach den Nachrichten bekannt gegeben. Weiterhin besteht die Möglichkeit sich unter www.gifhorn.de (Klick auf die grüne Tafel „kein Unterricht am“) oder unter www.vmz-niedersachsen.de (Klick auf „Schulausfälle Niedersachsen“) zu informieren.

Bei einem generellen Schulausfall gewährleisten die Schulen für Schüler, die trotz des angeordneten Unterrichtsausfalls zur Schule gekommen sind, die Betreuung. „Das ist per Erlass geregelt und hat sich bis jetzt bewährt“, so Kreutzberg.

Grundsätzlich gilt weiterhin, dass Eltern von Kindern bis zur 10. Klasse, die eine unzumutbare Gefährdung ihrer Kinder auf dem Schulweg durch extreme Witterungsverhältnisse befürchten, ihre Kinder auch dann für einen Tag zu Hause behalten oder vorzeitig vom Unterricht abholen können, wenn kein genereller Unterrichtsausfall angeordnet worden ist.

Ist zu erwarten, dass während der Unterrichtszeit extreme Witterungsverhältnisse auftreten, die eine schwerwiegende Gefährdung der Schüler auf dem Heimweg erwarten lassen, kann die Schulleitung über eine vorzeitige Beendigung des Unterrichts entscheiden. Eine Beaufsichtigung der Schüler wird jedoch bis zum Verlassen der Schule sichergestellt. Die „Kleinsten“ im Primarbereich dürfen nur dann vorzeitig nach Haus entlassen werden, wenn sie von den Eltern abgeholt werden oder die Erziehungsberechtigten sich im Einzelfall – zum beispiel telefonisch – mit der Entlassung einverstanden erklärt haben. Voraussetzung für eine vorzeitige Beendigung des Unterrichts ist, dass die Schülerbeförderung gewährleistet ist.

Von Carola Hussak

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