Kosten: Maximal 6,3 Millionen Euro

Gifhorner Kreistag: Ja zu Glasfaser in Schulen und Krankenhäusern

Schulkinder arbeiten mit Tablets im Unterricht.
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Tablets im Unterricht: Der Landkreis Gifhorn investiert maximal 6,3 Millionen Euro, um unterversorgte Schulen und Krankenhäuser im Kreisgebiet ins Gigabit-Zeitalter zu schießen. Zunächst ist dafür eine nationale Ausschreibung notwendig.
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Landkreis Gifhorn – Erste Pläne in diese Richtung gab es schon vor mehr als fünf Jahren, doch nun geht es an die Umsetzung: Der Gifhorner Kreistag beschloss gestern in Isenbüttel einstimmig, dass die unterversorgten Schul- und Krankenhausstandorte im Kreisgebiet mit einem gigabitfähigen Anschluss, also Glasfaser, erschlossen werden.

In einem ersten Schritt ist dafür eine nationale Ausschreibung nötig. Es wird ein eigenwirtschaftlicher – und nicht ein zunächst angepeilter geförderter – Ausbau sein. Die Kosten sollen bei maximal 6,3 Millionen Euro liegen. Die Fertigstellung einzelner Standorte wird nach den bereits vorliegenden Angeboten voraussichtlich zum zweiten Schulhalbjahr 2021/2022 erfolgen können. Dann ist nach und nach ein Ausbau aller insgesamt 86 Standorte geplant. Die Ausschreibung soll losweise erfolgen, damit alle Telekommunikationsunternehmen im Landkreis die Möglichkeit zum Ausbau erhalten. Die anfallenden Baukosten werden vom Landkreis getragen. Die laufenden monatlichen Anschlussgebühren müssen vom jeweiligen Träger übernommen werden. Vier Ergänzungsanträge der SPD zu diesem Tagesordnungspunkt wurden – gegen die Stimmen der Fraktion – von der Mehrheit abgeschmettert.

Mehrheitlich abgelehnt wurde auch ein darüber hinausgehender Antrag der SPD, deren Fraktion geschlossen dafür gestimmt hatte. Dieser hatte als eigener Punkt bei der Sitzung auf der Agenda gestanden und sah vor, dass die Schulen in Trägerschaft des Landkreises Gifhorn „sehr zeitnah einen schnellen Internetanschluss erhalten“. Dazu seien bestehende Glasfaserleitungen und Übergabepunkte zu nutzen beziehungsweise zu schaffen. Diese Maßnahmen seien in enger Absprache mit den Schulen zu gestalten. Städte, Gemeinde und Samtgemeinden als Schulträger der Sekundarstufe I und Primarstufe seien einzubeziehen. Diese Maßnahmen müssten oberste Priorität erhalten und seien bis zum Schuljahresbeginn 2021/22 umzusetzen. Die erforderlichen finanziellen Mittel seien bereitzustellen.

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