Auch Heime wieder stärker betroffen - ab Donnerstag 3G

Gifhorns neue Corona-Dynamik

Das Gifhorner Gesundheitsamt an der Allerstraße.
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Das Gifhorner Gesundheitsamt hat es wieder mit einer stark steigenden Zahl von Fällen zu tun.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
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Landkreis Gifhorn – Die Entwicklung der Pandemie koppelt sich im Landkreis Gifhorn immer mehr vom Landes- und Bundestrend ab – die Zahlen wachsen überdurchschnittlich. Am Montag stieg die 7-Tage-Inzidenz um 4,5 auf 104,4, niedersachsenweit war das Platz zwei hinter Cloppenburg (136,7). Niedersachsen verzeichnete gleichzeitig einen Wert von 49,5, Tendenz leicht fallend. Die bundesweite Inzidenz betrug 74,4 (Vortag 72,7).

Außerdem wurde von der Kreisverwaltung ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona gemeldet. Betroffen sei eine ältere Person. Details nannte der Landkreis nicht. Die Zahl der Corona-Toten im Kreisgebiet beläuft sich damit nun auf 192.

Die 7-Tage-Inzidenz lag am Montag den vierten Werktag in Folge über 50. Am Dienstag war das wieder der Fall – daher hat die Kreisverwaltung am Dienstag offiziell die Überschreitung des Schwellenwerts festgestellt. Ab Donnerstag gelten damit im Kreisgebiet wieder verschärfte Infektionsschutzmaßnahmen. Das wird im Wesentlichen die Rückkehr zur 3G-Regel bedeuten, die schon vom 2. September bis 7. Oktober galt.

Zum Teil wird die aktuelle Situation auch wieder durch Neuinfektionen in Heimen getrieben. 25 aktive Fälle in solchen Einrichtungen meldete die Kreisverwaltung am Montag. Neben dem Haus Triangel der Diakonie Himmels-thür (das IK berichtete) sind auch das Friedrich-Ackmann-Haus in Gifhorn und das Altenheim „An der Oker“ in Ahnsen betroffen.

Zudem kam die Nachricht, dass an der Grundschule Wesendorf zwei Personen positiv getestet wurden. Die Ermittlungen des Gesundheitsamtes dazu seien „noch nicht abgeschlossen“, hieß es seitens der Kreisverwaltung. Zwei positive Tests gab es auch an der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule in Gifhorn. An der BBS I und der Martin-Luther-Kita wurde je eine Person positiv getestet.

Im Zusammenhang mit dem Diakonie-Haus in Triangel gab der Landkreis bekannt, es handele sich dort in 17 der 20 Fälle, in denen sich Bewohner infiziert haben, um Impfdurchbrüche. Die Krankheitsverläufe seien relativ mild. Auch bei 7 Mitarbeitern sei das Virus nachgewiesen worden. Drei der vier Wohnbereiche sind bis 27. Oktober unter Quarantäne. In dem Haus wohnen 87 Personen, 119 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Trotz der Vorgänge in Triangel, die die Kreisverwaltung als „größeres Ausbruchsgeschehen“ einordnet, sieht das Gesundheitsamt ein weiterhin „diffuses“ Infektionsgeschehen.

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