Die Hauptschlagader im Fokus

Gifhorner Verkehrs-Infrastrukturkonferenz soll K 114 unter die Lupe nehmen

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Freuen sich auf Bürger, die an der Konferenz teilnehmen: Dr. Thomas Walter (v.l.), Dr. Andreas Ebel und Uwe Peters.

Landkreis Gifhorn – Sie ist eine Hauptschlagader im Verkehrsnetz des Gifhorner Kreisgebietes – und weil auf der K 114 so viel Betrieb ist, ist beim Verkehrsfluss häufig Luft nach oben.

Die Kreisstraße, die Gifhorn mit Wolfsburg verbindet, steht deshalb am Donnerstag, 7. Februar, im Mittelpunkt der nächsten Verkehrs-Infrastrukturkonferenz des Landkreises Gifhorn.

Landrat Dr. Andreas Ebel lädt zum zweiten Mal nach 2015 zu solch einer Konferenz ein. Gab es beim ersten Mal einen eher „globalen“ Ansatz und damit einen Blick auf viele verschiedene Probleme und Projekte, so soll dieses Mal die Situation einer einzelnen Verbindung exemplarisch untersucht werden.

Die K 114, die in Wolfsburg quasi ins VW-Werk mündet und eine Zufahrt zur A 39 bietet, wird auch von zahlreichen Pendlern aus dem Nordkreis genutzt. Solche regelmäßigen Nutzer der Kreisstraße sind am 7. Februar willkommen, ihre Sichtweise und ihre Erwartungen an mögliche Verbesserungen einfließen zu lassen.

In der Kreisverwaltung wünscht man sich Erkenntnisse, die sich auch auf andere Kreisstraßen anwenden lassen, wie Ebel betont: „Wir erhoffen uns Rückschlüsse für den ganzen Landkreis.“ Der Erste Kreisrat Dr. Thomas Walter sieht in der K 114 denn auch ein „ideales Testlabor“, das Aufschlüsse über neue Ansätze in der Verkehrsplanung geben könne.

Mit mehr als 20.000 Fahrzeugen pro Tag ist die K 114 nicht nur die am stärksten frequentierte Kreisstraße im Gifhorner Bereich, die Zahl übertrifft auch die Belastung der meisten anderen Verbindungen im Kreisgebiet, Bundesstraßen eingeschlossen. Die B 4 bei Meine liegt mit 23.000 Pkw und 1.700 Lkw pro Tag noch drüber. Die K 114 gilt noch vor der B 188 als wichtigste Verbindung zwischen Gifhorn und der VW-Stadt.

Ebel sagt: „Im direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern möchte ich erfahren, was aus ihrer Sicht als Verkehrsteilnehmer oder Pendler zu verbessern ist – und gemeinsam Lösungswege erarbeiten.“ Auch Walter betont das Ziel, dass aus der Konferenz nach Möglichkeit konkrete Maßnahmen abgeleitet werden. Die sollen in drei sogenannten „Dialogen“ erarbeitet werden, in denen es um Aspekte und Lösungsansätze wie Dreispurigkeit, Radschnellweg und mehr ÖPNV geht. Dabei soll nicht nur einspurig gedacht werden, angestrebt wird eine „ganzheitliche“ Optimierung der Strecke für die verschiedenen Verkehrsmittel.

Für Uwe Peters, der beim Landkreis für die Kreisstraßen zuständig ist, stellt sich beispielsweise die Frage, unter welchen Umständen sich Pendler eventuell zum Umsteigen auf Fahrrad oder ÖPNV ermuntern lassen. Zudem soll in der Diskussion berücksichtigt werden, welche Pläne die Anrainer der K 114 künftig für ihre Zufahrten haben und wie Unfallschwerpunkte auf der Strecke entschärft werden können.

Als Gast der Verkehrs-Infrastrukturkonferenz wird Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Bernd Althusmann erwartet.

Wer an der Konferenz teilnehmen will, die um 15 Uhr im Rittersaal des Gifhorner Schlosses beginnt, meldet sich bis zum 31. Januar an – unter (0 53 71) 82 301, per E-Mail an vik@gifhorn.de oder persönlich bei Frau Kirschnek, Zimmer 236, Schlossplatz 1 in Gifhorn.

VON HOLGER BODEN

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