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Gifhorner SPD-Doppelerfolg

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Von: Holger Boden

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Philipp Raulfs und Kirsikka Lansmann ließen sich gestern Abend im Gifhorner Rittersaal von ihren Parteigenossen feiern.
Philipp Raulfs und Kirsikka Lansmann ließen sich gestern Abend im Gifhorner Rittersaal von ihren Parteigenossen feiern. © Ohse, Burkhard

Landkreis Gifhorn – Ein gelungener Abend für die SPD, und auch die AfD hatte Grund zum Feiern. Der Wahlsieg von Stephan Weil auf Landesebene (siehe oben) fand seine Entsprechung auch im Landkreis Gifhorn, wo Kirsikka Lansmann für die Sozialdemokraten das Direktmandat im Nordkreis holte, während ihr Genosse Philipp Raulfs auch künftig den Südkreis in Hannover vertritt.

Lansmann holte im Wahlkreis 5 (Gifhorn-Nord/Wolfsburg) 32,97 Prozent der Erststimmen und verwies damit ihre schärfste Konkurrentin Lena-Sophie Laue (31,57 Prozent) auf den zweiten Rang. Lansmann sprach, nachdem das Ergebnis feststand, von einem „absoluten Krimi“ – sie sei „dankbar, gerührt und überwältigt“.

Die drittmeisten Erststimmen konnte Stefan Marzischewski-Drewes auf sich vereinen: Der Gifhorner AfD-Bewerber, als Spitzenkandidat seiner Partei auf Landesebene angetreten, schaffte 17,11 Prozent. Grünen-Kandidat Christian Schroeder kam auf 10,08 Prozent – der Radener hoffte am Abend noch darauf, möglicherweise über die Landesliste seiner Partei in den Landtag einzuziehen.

Für die FDP verlief der Abend ähnlich enttäuschend wie für die CDU. Auf Landesebene drohte ein Scheitern an der 5-Prozent-Hürde, im Gifhorner Nordkreis lagen Direktkandidat Helge Gülzau wie auch seine Partei bei Ergebnissen um die 4 Prozent. Der Hagener bezeichnete das Ergebnis als „sehr ernüchternd“ – er habe sich mehr erhofft.

AfD-Mann Marzischewski-Drewes sah derweil seine Partei „schlagartig angekommen“, wie er auf der Wahlparty in Isernhagen bei Hannover sagte: „Wir haben ein wunderbares Wahlergebnis erzielt, weil wir gemeinsam sind.“

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