Sicher mit dem Fahrrad unterwegs

Gifhorner Polizei gibt Tipps für die richtige Ausrüstung im Straßenverkehr

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Für verkehrssichere Fahrräder gilt: Alle verbauten Teile müssen funktionieren. 

Landkreis Gifhorn – Das feste Mitglied des Präventionsteams der Polizei Gifhorn, Hans-Heinrich Kubsch, wurde in diesem Jahr schon mehrfach von ortsansässigen Zweiradhändlern auf offensichtlich mangelnde Kenntnisse der Kunden auf gesetzliche Forderungen zur Verkehrssicherheit von Fahrrädern aufgezeigt.

Auch wurde auf die unterschiedlichen Handhabungen der Polizeibeamten mit derartigen Mängeln an Fahrrädern hingewiesen. Dies führe offenbar zu Verwirrungen der Radfahrer.

Um die Kritik und die Thematik aufzugreifen, möchte Kubsch im Namen der gesamten Polizei Aufklärungsarbeit leisten, um gerade zur Fahrradsaison Sicherheit rund um dieses Thema zu vermitteln.

Zwingend notwendige Elemente am Fahrrad

Er gibt an, dass ein verkehrssicheres Fahrrad über folgende Elemente verfügen muss:

• eine helltönende Klingel (keine Hupe oder Ähnliches)

• mindestens zwei auf die unterschiedlichen Räder wirkende Bremsen

• Reflektoren an den Pedalen, wovon der nach vorn wirkende weiß und der nach hinten wirkende rot reflektieren sollte

• Speicherreflektoren im Vorder- und Hinterrad (jeweils zwei) oder stattdessen weiß (reflektierende) Umrandungen an den Seiten des Reifenmantels oder so genannte Speichensticks an jeder einzelnen Speiche an beiden Rädern.

Beleuchtung muss funktionieren

Bezogen auf die Beleuchtungseinrichtung der Fahrräder hat sich seit dem 1. Juni 2017 einiges geändert.

Eine dauerhafte „Beleuchtungsausrüstung- und mitführungspflicht“ existiert seitdem für Fahrräder mit Batterie- und Akkubetrieb nicht mehr. Für alle verständlich bedeutet das, dass man bei Tageslicht keine Beleuchtung mehr bei sich haben beziehungsweise nicht mehr aufweisen müsse.

Besitzt ein Fahrrad eine fest installierte Beleuchtungseinrichtung, einen sogenannten Dynamo, müssten diese auch vorzeigbar komplett funktionstüchtig sein.

Das bedeutet, dass ein Fahrrad mit Batteriebeleuchtung bei Tageslicht der Gesetzesnorm entspräche, ein Fahrrad mit fest installierter, aber kaputter Beleuchtung nicht – denn was am Fahrrad fest verbaut ist, müsse auch funktionieren. Das gelte auch für die Klingel und die Bremseinrichtung(en).

Kennzeichnung des Kraftfahrtbundesamtes

Wer jedoch akku- oder batteriebetriebene Leuchtmittel verwendet, müsse auch auf andere Dinge achten:

• es ist nur Dauerlicht, kein Stroboskoplicht (blinkendes Licht) erlaubt

• die Lampen müssen eine Kennzeichnung des Kraftfahrtbundesamtes aufweisen, nämlich eine Wellenlinie, ein K und eine darauffolgende Nummer.

Prüfung der Polizei an Grundschulen

Die Polizei besucht die Grundschulen im Landkreis, um die Verkehrstauglichkeit der Fahrräder zu überprüfen.

„Wir vergeben für verkehrssichere Fahrräder Aufkleber ähnlich einer ‘TÜV-Plakette‘. Immer wieder merken Eltern an, dass das Fahrrad ihres Kindes doch verkehrssicher gewesen sei, auch wenn es keine (Steck-) Beleuchtung gehabt habe“, berichtet Kubsch.

Das möge so stimmen, aber sowohl er als auch die gesamte Polizei lege nach wie vor Wert darauf, dass die Kinder, allein aus Sicherheitsgründen, eine Beleuchtung am Rad (zumindest mitgeführt) haben. So würden Eltern vermeiden, dass ihr Kind womöglich keine Plakette erhält und neben den anderen Kindern sogar das einzige ist.

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