Grippe als Corona-Risiko

Gifhorner Kreisverwaltung ruft zur Schutzimpfung auf

Die nahende Grippewelle kann das Immunsystem auch im Hinblick auf das Corona-Virus schwächen, erklärt der Gifhorner Amtsarzt Josef Kraft (l). Daher ruft die Kreisverwaltung zum Impfschutz auf. Auch Landrat Dr. Andreas Ebel ließ sich impfen.
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Die nahende Grippewelle kann das Immunsystem auch im Hinblick auf das Corona-Virus schwächen, erklärt der Gifhorner Amtsarzt Josef Kraft (l). Daher ruft die Kreisverwaltung zum Impfschutz auf. Auch Landrat Dr. Andreas Ebel ließ sich impfen.

Gifhorn – Der Herbst ist im Landkreis Gifhorn angekommen. Damit steht auch die nächste Grippewelle bevor. Mit Blick auf die anhaltende Corona-Pandemie ist in diesem Jahr die Grippeschutzimpfung besonders wichtig, davon ist die Gifhorner Kreisverwaltung überzeugt.

Ein von der Grippe geschwächtes Immunsystem könnte im Zusammenhang mit Covid-19 schwerwiegende Folgen haben.

Das Corona-Virus bestimmt den Alltag der Menschen im Landkreis Gifhorn. Trotzdem – oder gerade deswegen – dürfe die nahende Grippewelle nicht aus den Augen verloren werden, ist Landrat Dr. Andreas Ebel von der Dringlichkeit einer Impfung überzeugt.

Die Grippe ist keine einfache Erkältungskrankheit, bestätigt auch Amtsarzt Josef Kraft. Es handele sich um eine akute Erkrankung, an dessen Folgen weltweit jährlich mehrere tausend Menschen sterben. „Grippe- und Corona-Viren könnten für die Erkrankten zusammen lebensbedrohlich werden“, sagt Kraft. Der Gifhorner Amtsarzt empfiehlt die Impfung insbesondere allen Personen ab 60 Jahren, Schwangeren, Personen mit Grunderkrankungen sowie medizinischem Personal. „Aber gerade bei der Personengruppe der über 60-Jährigen haben sich in den letzten Jahren weniger als 35 Prozent impfen lassen.“ Die Durchimpfungsrate sei gering, obwohl die jährliche Impfung den wirksamsten Schutz gegen die Grippe biete. Um rechtzeitig geschützt zu sein, sollte die Impfung in den Monaten Oktober oder November verabreicht werden.

Landrat appelliert an die Bürger

In diesem Jahr wurden bisher 239 Grippe-Erkrankte im Landkreis gemeldet. Die Zahl der Corona-Infizierten beläuft sich auf aktuell 253 Erkrankte. Für die Kreisverwaltung ein Grund mehr, auf die Gefahren der Grippe-Viren hinzuweisen. „Gehen Sie zu Ihrem Hausarzt, um sich gegen Grippe impfen zu lassen. Sie selbst können sich schützen und etwas für Ihre Gesundheit tun“, appelliert Ebel. Auch der Landrat hat sich gegen die Grippe impfen lassen. Die restlichen Mitarbeiter der Kreisverwaltung können auf freiwilliger Basis Mitte Oktober folgen.

Der Impftag des Landkreises muss in diesem Jahr jedoch ausfallen. Die Mitarbeiter würden im Moment in anderen Bereichen benötigt werden, erklärt Ebel. Im vergangenen Jahr hatten 300 Bürger das Angebot der Grippeimpfung in der Kreisverwaltung angenommen. VON HILKE BENTES

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