Für ein besseres Miteinander

Gifhorner Kreistag beschließt kommunalen Aktionsplan Inklusion

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Ziel des Aktionsplans Inklusion, den der Gifhorner Kreistag geschlossen hat: Menschen mit Behinderungen besser an der Gesellschaft teilhaben zu lassen. 

Landkreis Gifhorn – In diesem Punkt waren sich alle einig: Der Gifhorner Kreistag beschloss den kommunalen Aktionsplan Inklusion für den Landkreis einstimmig. Die Erarbeitung des Plans erfolgte nach einem Beschluss des Kreistags im April des vergangenen Jahres.

Hierbei sollten die aus der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen resultierenden Vorgaben auf kommunaler Ebene sowie bereits existierende Aktionspläne auf Bundes- und Landesebene berücksichtigt werden.

Dazu bildete man eine Arbeitsgruppe, die sich aus Mitarbeitenden der Kreisverwaltung, Mitgliedern der Betroffenenvertretung, Vertretern von Einrichtungsträgern der Behindertenhilfe, Mitgliedern der Fraktionen des Kreistages und Vertretern der kreisangehörigen Gebietseinheiten zusammensetzte.

Die Arbeitsgruppe hat zunächst sechs Handlungsfelder – Erziehung und Bildung, Bauen und Wohnen, Arbeit und Beschäftigung, Mobilität, Freizeit und Sport sowie Gesundheit und Pflege – (inklusive dazugehörigen Oberzielen) zur Entwicklung konkreter Maßnahmen und Projekte definiert.

Im Januar organisierte die Kreisverwaltung eine Auftaktveranstaltung zur Erarbeitung des Aktionsplans Inklusion. Dort konnten sich sowohl alle Betroffenen und ihre Angehörigen, haupt- und ehrenamtliche Akteure der Behindertenhilfe als auch andere Interessierte einbringen. Die dabei aufgenommenen Vorschläge berücksichtigte die Arbeitsgruppe und ließ sie in den Plan mit einfließen. Bei der Erarbeitung des kommunalen Aktionsplans Inklusion war das primäre Ziel Maßnahmen zu entwickeln, die Menschen mit Behinderungen besser an der Gesellschaft teilhaben lassen, bestehende Barrieren soweit wie möglich abbauen und relativ zeitnah umsetzbar sind. Langfristig arbeitet man auf ein inklusives Gemeinwesen und Miteinander hin. Der jetzige Aktionsplan ist schon ein Schritt in die richtige Richtung dem zukünftig noch weitere folgen sollen. Mehrere Sprecher bedankten sich während der jüngsten Kreistagssitzung bei Kreisrat Rolf Amelsberg, der sagte, er werde das Lob auch an den Fachbereich Soziales weitergeben. „Das ist nur ein Auftakt, wir werden uns nach Kräften bemühen das umzusetzen“, fügte er hinzu. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Klaus Rautenbach, erinnerte dann nochmal an die Ziele: Schulbildung für alle, barrierefreier Verkehr, persönliche Mobilität und Recht auf Arbeit.

may

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