Lob vom Landespräsidenten

Gifhorner DRK-Kreisverband ist breit aufgestellt

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Susanne Erdmann, Brigitte Fischer und Matthias Nerlich (l.) ehrten Hartmut Kaufmann (3. von links), Lothar Ragwitz und Aurelio Massei.

Gifhorn – Großes Lob gab es am Samstagvormittag vom Landeschef des DRK, Hans Hartmann, bei der Mitgliederversammlung des Gifhorner Kreisverbandes.

„Der Kreisverband ist seit vielen Jahren ein ganz verlässlicher Partner und und eine große Stütze für die Menschen im Landkreis, dazu mit 1.446 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber der Region“, sagte er. Man habe die Hilfsangebote und Leistungen stetig weiterentwickelt und orientiere sich an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort.

DRK-Landespräsident Hans Hartmann.

Hartmann hob insbesondere das Projekt „Wunschmomente“ hervor, mit dem Menschen ein letzter Wunsch erfüllt wird. Altenhilfe, 44 Kitas, Seniorenpflegeheime und drei Kleiderkammern gehören auch zum DRK-Angebot. Dabei lebe der Kreisverband von einer starken ehrenamtlichen Basis. Von den 22.450 Ehrenamtlichen in Niedersachsen seien 985 im Landkreis Gifhorn. Das wolle der Landesverband auch unterstützen.

Zuvor hatte Kreisvorsitzender Matthias Nerlich ebenfalls das „vielfältige Engagement“ im Kreisverband betont. In den 29 Ortsvereinen gebe es 9.882 Mitglieder (Stand 31. Dezember). Dass die Mitgliederzahl nach dem Höchststand 2016 (10.436) sank, liege an der umfangreichen Mitgliederwerbung im Jahr 2015. „Für Weihnachten eignet sich daher als Geschenk eine Fördermitgliedschaft für ein Jahr“, sagte Nerlich. Das Ehrenamt wolle man weiter durch Projektarbeiten unterstützen, zudem die Werbung intensivieren, Ehren- und Hauptamt weiter vernetzen und Jugendrotkreuz (JRK) und Schulsanitätsdienst weiter ausbauen.

Zusammen mit dem Stadtverband Wolfsburg und dem Kreisverband Bad Harzburg unterstützt das Gifhorner DRK das Rote Kreuz in Vilnius, derzeit vor allem beim Katastrophenschutz. „Das hat Erfolg, wir bauen dort erstmals Strukturen auf“, sagte Nerlich.

Bei 180 Blutspendeterminen (Vorjahr 182) kamen 13.271 Spender (13 545). Die Erstspenderquote lag bei 9,51 Prozent. Einen starken Anstieg gab es bei den Kursen und der Ausbildung. 5.803 Erwachsene (4.037) und 1.393 Kinder (1.273) wurden von 22 Ausbildern in 485 Lehrgängen ausgebildet. Mit 176 Einsätzen hatten die drei Bereitschaften eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, berichtete die stellvertretende Vorsitzende Brigitte Fischer. Fertiggestellt wurde das neue Domizil der Bereitschaft Nord in Wahrenholz, die bisher im Hammerstein-Park untergebracht war.

Zur Mitgliederversammlung kamen zahlreiche Rotkreuzler in die Zentrale am Gifhorner Wasserturm.

Gab es dieses Jahr ein Mitarbeiterfest, so plant der Kreisverband für das kommende Jahr ein Fest für die Ehrenamtlichen. Die Vertreterin der Sozialarbeit, Helene Buhl, kündigte zudem einen Smartphone-Kurs gemeinsam mit der Hauptschule Rühen an. Horst-Dieter Hellwig, Vorsitzender des JRK, meldete, dass die JRK-Gruppen langsam zunehmen. Weiterhin werde auch der Schulsanitätsdienst gefördert, mit dem man bereits in 18 Schulen vertreten sei. Zudem wolle man in die Breitenausbildung in Kitas und Grundschulen gehen und das Label „Humanitäre Schule“ weiter verbreiten. Einen Austausch solle es im kommenden Jahr auch mit dem litauischen Roten Kreuz geben.

Geehrt wurden von der Versammlung mit Aurelio Massei (Boldecker Land), Hartmut Kaufmann (Wesendorf) und Lothar Ragwitz (Westerbeck) langjährige ehemalige Ortsvereinsvorsitzende.

VON BURKHARD OHSE

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