Teil der Ermittlungen nach Bluttat

Gifhorn: Zeugenaufruf nach Schüssen erfolgreich

Aktiviertes Blaulicht eines Streifenwagens, im Hintergrund ein Polizist.
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Polizei und Staatsanwaltschaft starteten nach der Bluttat in Gifhorn, bei der ein 45-Jähriger durch Schüsse schwer verletzt worden war, eine Zeugensuche: Diese war nun erfolgreich.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Gifhorn – Polizei und Staatsanwaltschaft starteten nach der Bluttat in Gifhorn, bei der am Mittwoch, 20. Oktober, ein 45-Jähriger durch Schüsse schwer verletzt worden war (das IK berichtete), am Donnerstag eine Zeugensuche: Diese war nun erfolgreich. Die Fahrerin des weißen SUV – der, unmittelbar bevor die Schüsse abgegeben wurden, in die Straße Am Wasserturm fuhr und nahe des Tatorts kurz die Fahrt stoppte – meldete sich bei der Polizei. Ihre Aussage zum Tatgeschehen wird Teil der Ermittlungen sein.

Diese laufen indes auf Hochtouren. Der Mann schwebt entgegen erster Meldungen nicht in Lebensgefahr, wird aber stationär im Krankenhaus behandelt. Laut der Staatsanwaltschaft Hildesheim besteht ein dringender Tatverdacht gegen einen 47-Jährigen ohne festen Wohnsitz: Ihm werden gefährliche Körperverletzung in Tateinheit mit einem Verstoß gegen das Waffengesetz zur Last gelegt. Er soll – ohne, dass er die Befugnis zum Führen der scharfen Waffe hatte – mit einem Revolver mittels Gaskartuschen Hartgummigeschosse auf den 45-Jährigen abgefeuert haben. Laut Sprecherin Christina Wotschke wurden mehrere Schüsse abgegeben. Die Geschossenergie sei bei dieser Waffe nach ersten Erkenntnissen „deutlich höher als bei freiverkäuflichen Luftdruckwaffen“.

Der Beschuldigte räumte zwar die Auseinandersetzung mit dem ihm bekannten 45-Jährigen ein, habe sich aber nicht weiter zur Sache geäußert, so Wotschke. Er wurde am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt.

Laut Wotschke sollen nun Zeugen angehört und der Verdächtige und der Verletzte vernommen werden. Es folgen noch rechtsmedizinische Untersuchungen der beiden Beteiligten – alles im beschleunigten Verfahren, so die Sprecherin. Der schwerer wiegende Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung gehe mit einem Strafmaß zwischen sechs Monaten und bis zu zehn Jahren einher. Es bestehe ein Anfangsverdacht wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Weitere Untersuchungen bezüglich der mutmaßlich verwendeten Waffe seien allerdings notwendig.

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