Überall mehr Arbeitslose, nur in unserem Landkreis nicht

Gifhorn tanzt aus der Reihe

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Der Fachkräftemangel ist in Pflegeberufen akut.

Gifhorn / Helmstedt – Im Landkreis Gifhorn ist die Arbeitslosenquote im Dezember leicht gesunken – im Gegensatz zum Nachbarlandkreis Helmstedt und zur Stadt Wolfsburg, die ebenso zum Bezirk der Helmstedter Arbeitsagentur gehören.

3.766 Arbeitslose = 4 Prozent

Für den Landkreis Gifhorn meldet die Agentur aktuell 3766 Arbeitslose, das entspricht einer Quote von 4 Prozent. Im November 2018 lag die Quote noch bei 6,1 Prozent. In Wolfsburg sind derzeit 2969 Frauen und Männer ohne Job (4,4 Prozent), im Landkreis Helmstedt sind es 2.849 Personen (5,7 Prozent).

Jeder vierte Arbeitslose (24,4 Prozent) im Agenturbezirk ist ein Ausländer, weist die Statistik aus, die am Freitag veröffentlicht wurde. Danach haben 2.339 der insgesamt 9.584 Arbeitslosen im Bezirk eine andere Staatsangehörigkeit als die deutsche. 10,3 Prozent der Arbeitslosen (990 Personen) sind jüngere Menschen (15 bis 25 Jahre).

Wer Arbeit sucht, trifft allerdings auch weiterhin auf ein hohes Niveau an offenen Stellen. Insgesamt gibt es in den beiden Landkreisen Gifhorn und Helmstedt sowie in der Stadt Wolfsburg 3.490 offene Stellen.

Mehr Arbeitslose im Januar

Im Januar rechnet Ulf Steinmann, Leiter der Agentur für Arbeit Helmstedt, mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit, da in den Außenberufen witterungsbedingt und erfahrungsgemäß Entlassungen anstehen.

"Das bestehende Problem, das auch das Jahr 2019 bestimmen wird, ist der Fachkräftemangel." sagt Ulf Steinmann, Leiter der Agentur für Arbeit Helmstedt.

Nach seinen Angaben sind die Jobangebote in den Bereichen Verkehr und Lagerei, Information und Kommunikation, Heime und Sozialwesen, wirtschaftliche Dienstleistungen für Unternehmen sowie Erziehung und Unterricht aktuell gestiegen. „Das bestehende Problem, das auch das Jahr 2019 bestimmen wird, ist der Fachkräftemangel“, prognostiziert Ulf Steinmann. Er sieht einen gravierenden Mangel insbesondere in Gesundheits- und Pflegeberufen, in einzelnen technischen Berufen wie der Energietechnik sowie in der Klempnerei und auch in einigen Handwerks- und Bauberufen.

Von Ulrike Meineke

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