Nachfolge gestaltet sich schwierig / Ehrungen bei der Versammlung

Gifhorn: Lebenshilfe künftig mit Doppelspitze

Wurden von Klaus Czarnetzki (l.) geehrt: Erna Werthmann und Heinz-Fred Urbat.
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Wurden von Klaus Czarnetzki (l.) geehrt: Erna Werthmann und Heinz-Fred Urbat.

Gifhorn – Einen Umbruch in der Geschäftsführung der Lebenshilfe Gifhorn wird es demnächst geben. Eine Doppelspitze soll künftig die Geschicke leiten, ein Geschäftsführer die Finanzen und Technik, ein anderer die pädagogischen Aufgaben.

Geschäftsführer Peter Welminski wird vorerst aber im Amt bleiben, denn man tut sich schwer bei der Suche.

„Wir haben lange nach einem Nachfolger gesucht. Leider gab es Absagen, weil die geeigneten Personen nicht nach Gifhorn wollten“, bedauerte Lebenshilfe-Vorstandsvorsitzender Klaus Czarnetzki bei der Mitgliederversammlung. Daher fiel auch die Entscheidung auf eine Doppelspitze, deren Realisierung man sich eher verspreche. Auch die Bereiche unterhalb der Führung sollen umstrukturiert werden.

Notwendige Sanierungen

Mit einem Minus schlossen Verein und GmbH der Lebenshilfe im vergangenen Jahr ab. Wie Wirtschaftprüfer Thorsten Köpke erläuterte, sei das auf die notwendigen Sanierungsarbeiten zurückzuführen. Dach- und Fassadensanierung sowie Brandschutz kosteten 676 000 Euro, hinzu kamen 475 000 Euro Rückstellungen für weitere nötige Sanierungen und 318 000 Euro an Rückstellungen für Höhergruppierungen von Mitarbeitern. „Ohne diese Sonderbelastungen hätte das Ergebnis 400 000 Euro im Plus für die GmbH gelegen“, erklärte Köpke.

Auch der Verein rutschte ins Minus, allerdings aufgrund 39 000 Euro zu zahlender Straßenausbaubeiträge. Gespart werden konnte bei den Fahrtkosten für die Beschäftigten durch einen Dienstleisterwechsel und einen effektiveren Routenplan. „Insgesamt stehen wir also gut da. Die Sanierungen haben uns lange beschäftigt. Wir haben gemacht, was gemacht werden musste“, fasste das Czarnetzki zusammen.

Mit Stichtag 30. September hatte die Lebenshilfe 440 Mitarbeiter, darunter vier geringfügig Beschäftigte, dazu 25 Honorarkräfte, 16 Freiwilligendienstler und 24 Praktikanten. Die kümmerten sich um die 1239 Betreuten. Die Zahl Vereinsmitglieder sank leicht auf nunmehr 631.

Weihnachtsmarkt am 30. November

Über die Aktionen der Lebenshilfe informierte Vorstand Sibylle Tolle-Sommer. Kunstausstellungen, Fahrten, Feiern und das Jubiläum mit der französischen Partnerwerkstatt in Troarn waren einige der Highlights, ebenso wie die Märkte. Der nächste ist der Weihnachtsmarkt am 30. November. Dabei sollen weitere Ehrenamtliche geworben werden, die sich neben den bisher schon 52 Ehrenamtlichen bei der Lebenshilfe einbringen.

Vizevorstand Frank Behling kündigte seinen Rücktritt aus privaten wie beruflichen Gründen an. Er berichtete zudem von der Band Hütpiraten, die mit einem neuen Bandleader und einem gestifteten Schlagzeug neu durchstarten. Qualitätsmanagementbeauftragte Danja Bast informierte über die Zertifikate, die die Lebenshilfe derzeit innehat. Vorstandsassistentin Julia Schmidtke ergänzte, dass die Lebenshilfe als Arbeitgeber nun das Siegel „Zukunftgeber“ trage.

Ehrungen für verdiente Mitglieder

Für langjährige Mitgliedschaft ehrte die Versammlung Marga Borgfeld, Werner Engeler, Erna Werthmann, Brigitta Franke, Gertrud Hentschel, Maria-Helena Hüttmann, Dr. Hans-Uwe Kreft, Ursula Kreft, Christa Kroll, Jörg Liedtke, Grete Sauer, Thomas Steg, Heinz-Fred Urbat sowie den Anglersportverein und die Samtgemeinde Papenteich.

VON BURKHARD OHSE

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