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Gifhorn: Kreisfeuerwehr und Katastrophenschutz rüsten auf 

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Von: Burkhard Ohse

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Die Ausschussmitglieder besichtigten die vom Landkreis angemietete Halle für den Katastrophenschutz und die Kreisfeuerwehr.
Die Ausschussmitglieder besichtigten die vom Landkreis angemietete Halle für den Katastrophenschutz und die Kreisfeuerwehr. © Ohse, Burkhard

Gifhorn – Der neu gewählte Kreisbrandmeister Jens Dieckmann stellte sich jetzt bei der Sitzung des Kreis-Feuerschutzausschuss in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) den Ausschussmitgliedern vor. Zudem berichtete der Knesebecker über die aktuellen Neubeschaffungen.

Schon vor der Sitzung gab es einen Ortstermin in einer externen Halle. Die ist vom Landkreis angemietet worden, weil viele Feuerwehrfahrzeuge ganzjährig keinen Garagenplatz in der FTZ finden. Zudem sind bisher einige Fahrzeuge in einer Außenstelle in Triangel untergebracht. Nur rund hundert Meter entfernt sind die Fahrzeuge, unter anderem die Einsatzleitwagen und Fahrzeuge der IuK (Informations- und Kommunikationsgruppe) nun untergebracht.

Auch Erster Kreisrat Dr. Thomas Walter sprach von einem Befreiungsschlag für die Feuerwehr und den Katastrophenschutz. „Wir haben hier enorme Möglichkeiten bis hin zur Ausbildung bei der Kreisfeuerwehr.“ Alexander Hagenbach, Sachbearbeiter für Katastrophenschutz beim Landkreis, berichtete, dass auch viele Materialien für den Katastrophenschutz in der angemieteten Halle Platz finden. Dazu gehören vor allem Schutzmaterialien, die aufgrund der Pandemie angeschafft worden waren.

Darüber hinaus sind Betreuungsmittelreserven für 100 Menschen eingelagert, unter anderem Feldbetten, Bierzeltgarnituren, Ersatzkleidung und Hygieneartikel. „Dieses Material muss jeder Landkreis vorhalten. Und es wird vom Land bezahlt“, so Hagenbach. Des Weiteren lagern in der Halle Bodenschutzmatten für Turnhallen, Schnelltests für Kitas und Sandsäcke. „Die Halle bietet Entwicklungspotenzial sowohl für die Kreisfeuerwehr als auch für den Katastrophenschutz“, fügte Dieckmann hinzu. Maschinisten können in der Halle ausgebildet werden, und auch die Ausbildung mit Drohnen und technische Hilfeleistungen sind dort möglich. Das Außengelände biete weitere Möglichkeiten.

In der Ausschusssitzung stellte Dieckmann die neuen Einsatzfahrzeuge der Kreisfeuerwehr vor. Darunter sind drei Fahrzeuge – zwei hochgeländegängige TLF und ein Logistikfahrzeug –, die in den Landkreisen Gifhorn und Uelzen bei Wald- und Vegetationsbränden zum Einsatz kommen sollen, aber in Gifhorn stationiert sind.

Für diese Einsätze gibt die Kreisfeuerwehr ihre Hauptleistungsträger beim Atemschutz ab, sagte Dieckmann. Die Personen müssen sich zuvor vom Arbeitgeber bestätigen lassen, auch mal zwei Wochen abkömmlich zu sein.

Weiterhin steht ein Fahrzeug für die Dekontamination von Personen bei der Kreisfeuerwehr. Ein weiteres Fahrzeug zum Messen und Spüren von Schadstoffen soll noch kommen. Zudem stehen der Feuerwehr künftig Abrollbehälter für Sonderlöschmittel, Flächenberegner, Faltbehälter für große Wassermengen und Düsenschläuche zur Verfügung. „Damit sind wir einen Riesenschritt weiter“, urteilte Dieckmann. Was noch fehlt, ist ein Kreisfeuerwehrbereitschaftserlass vom Land Niedersachsen. Und das Kreisfeuerwehrkonzept muss auch demnächst wieder überarbeitet werden.

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