Gesund durch Sport

Gifhorn: Jobcenter-Projekt zur Förderung der Gesundheit zieht positive Zwischenbilanz

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Freuen sich über den Erfolg: Andreas Standop (v.l.), Ingrid Piepe (AOK-Bereichsleiterin), Petra Osterloh, Caroline Rückriem (Fachreferentin der Landesvereinigung für Gesundheit), Zoe Troska (Fallmanagerin Bereich U25 im Jobcenter Gifhorn), Janine Ahrends (Gesundheitswissenschaftlerin im Landkreis) und Peter Grieskamp (DAK-Bezirksleiter).

Landkreis Gifhorn – Seit Februar läuft das Projekt der Gesundheitsförderung für Kunden des Gifhorner Jobcenter. Nun kamen die Beteiligten zusammen, um unter dem Arbeitstitel „Auf Kurs in Gifhorn“ eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Was kommt an, was kann man verbessern, was kann dazu kommen, so die Fragestellungen.

Die Zwischenbilanz ist äußerst positiv, wie Petra Osterloh, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsplatz des Jobcenters, sagte. „Wir sind überrascht, denn 104 unserer Kunden nehmen an einem Projekt zur Gesundheitsförderung teil“, erklärte sie.

Und die Angebote sind vielfältig. „Es geht um Ernährung, Sport, Bewegung, Stressabbau oder auch um Musik. Unter den Anbietern, die die Leistungen erbringen, sind Sportvereine, Fitnessstudios, die Kreisvolkshochschule oder der Kultbahnhof, aber auch private Dozenten, sofern sie zertifiziert sind.“

Angebot soll bis Ende 2022 laufen

„Unsere Berater schauen, ob ein Angebot für die von ihnen betreuten Kunden infrage kommt oder sinnvoll ist. Das wird ihnen dann angeboten, die Teilnahme ist absolut freiwillig. Die Arbeitslosen, die beim Jobcenter gemeldet sind, nicht nur Langzeitarbeitslose, können aber auch auf uns zukommen, sofern sie ein Angebot in Anspruch nehmen wollen. Es ist alles niedrigschwellig“, fügte Jobcenter-Chef Andreas Standop hinzu.

Falls ein Angebot passt, wird die Leistung von dem Kooperationspartner, etwa dem Sportverein, erbracht. Die Kosten dafür übernehmen die Krankenkassen AOK und DAK, die dafür einen Präventionstopf eingerichtet haben. „Ziel ist es, die Arbeitslosen wieder fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Arbeits- und Gesundheitsförderung greifen so ineinander und werden verzahnt“, sagte Kreisrat Rolf Amelsberg.

Das Angebot soll bis Ende 2022 laufen, weitere Teilnehmer sind willkommen, ebenso weitere Anbieter der Leistungen. Mit dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft hat man einen Partner gefunden, der für die Gespräche mit den Anbietern einen Bildungscoach stellt.

Mit dem Kultbahnhof ist auch ein Musikunternehmen als Leistungsanbieter mit dabei. Eine Musikband hat sich bereits zusammengefunden. „Es ist durchaus sinnvoll, auch so etwas anzubieten, denn Musik kann motivieren, eine Struktur geben, Kontakte bringen“, sagte Standop.

Weitere Anbieter und Teilnehmer erwünscht

Ergebnis der Tagung ist, dass weitere Anbieter dazu kommen können, ebenso wie es noch reichlich Kapazitäten für Teilnehmer gibt. Weitere Angebote sind auch deshalb erwünscht, weil die Teilnehmer ortsnahe Angebote in Anspruch nehmen sollen.

Die Maßnahme spricht sich indes herum. Immer mehr Jobcenter machen solche Angebote, weiß Amelsberg. „Die Frage, ob die Arbeitslosigkeit durch eine Erkrankung kommt oder die Erkrankung von der Arbeitslosigkeit, ist die nach der Henne und dem Ei. Aber das ist nicht entscheidend“, so Amelsberg, denn meist sei es so, dass sich beides bedinge.

VON BURKHARD OHSE

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