Projekt mit 400 Einheiten auf dem alten Klinikgelände

Gifhorn: Grünes Wohnen für 115 Mio. Euro

„Hohe Düne“ heißt das ambitionierte Wohnprojekt, das in Gifhorn auf dem alten Klinikgelände an der Bergstraße entstehen soll.
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„Hohe Düne“ heißt das ambitionierte Wohnprojekt, das in Gifhorn auf dem alten Klinikgelände an der Bergstraße entstehen soll.

Gifhorn – 400 Wohneinheiten, 46 000 Quadratmeter geschossfläche, 115 Millionen Euro Investition: Der neue Investor Asset kann mit den konkreten Planungen für die neue Wohnsiedlung auf dem ehemaligen Krankenhausgelände in Gifhorn beginnen.

An zwei Tagen hatte der Geschäftsführer und Gesellschafter der Asset Firmengruppe, Ingo Damaschke, den Ratsfraktionen das Projekt vorgestellt. Die Resonanz war durchweg positiv.

Nach einem Wechsel der Investoren hatte die Asset-Firmengruppe in Abstimmung mit der Stadt vier Stadtplanungsbüros mit der Prüfung städtebaulicher Alternativen beauftragt, mit dem Ziel, die städtebauliche Qualität zu verbessern. In einer mehrstufigen Juryentscheidung wurde der Entwurf des Planungsbüro Pesch & Partner als Siegerentwurf ausgewählt. Dieser Entwurf soll als Grundlage für die weiteren Planungen dienen.

Um für den Investor Planungssicherheit zu schaffen, beschloss der Verwaltungsausschuss das städtebauliche Rahmenkonzept. Auf dieser Grundlage soll der Bebauungsplanentwurf erarbeitet werden.

Entsprechend zufrieden die Reaktion des Investors. „Ich freue mich sehr, dieses anspruchsvolle schöne Klimaschutz-Wohnquartier ‘Hohe Düne’ in Gifhorn zusammen mit der Stadt zu entwickeln und das Bebauungsplanverfahren umsetzen zu können“, sagte Damaschke. „Wir haben zusammen mit der Stadt einen tollen städtebaulichen Rahmenplan vom Büro Pesch & Partner juriert. Die Vorabstimmungen mit der Stadt waren intensiv und zielorientiert, von daher habe ich keinen Zweifel, dass wir diese Projektentwicklung gemeinsam zum Erfolg führen.“

Ein hoher Grad an Begrünung mit heimischen Pflanzen und Gehölzen ist Teil der ökologischen Ausrichtung des Projektes. Mittelpunkt des Quartiers sind ein zentraler grüner Anger und der Quartiersplatz, in dessen Bereich eine Streuobstwiese angelegt und bienenfreundliche Blumen gepflanzt werden. Als Grundstückseinfriedungen wird es Heckenpflanzungen statt Zäune geben. Schottergärten sind verboten.

Eine Prüfung hat ergeben, dass die verkehrliche Erschließung des Areals allein über die Bergstraße möglich wäre. Doch in diesem Punkt gibt es große Bedenken der Anwohner, die eine zu hohe Verkehrsbelastung befürchten. Darauf hat der Investor reagiert. Durch den Ankauf des Gebäudes Calberlaher Damm 22 (ehemals Taxi Hoffmann), das abgerissen wird, entsteht eine zweite verkehrliche Anbindung über den Calberlaher Damm. Darüber hinaus gibt es zwei Fuß- und Fahrradverbindungen.

Angesichts der Ausgestaltung des Projektes fällt auch das Votum von Bürgermeister Matthias Nerlich positiv aus: „Ich finde das städtebauliche Konzept sehr überzeugend. Das gemeinsame Vorgehen von Investor und Stadt, der städtebauliche Wettbewerb, machen sich bezahlt. Es ist ein Quartiersentwurf aus einem Guss entstanden, zentrumsnah und mit viel Grün.“ Und: „Ich finde es wichtig, dass das Quartier von Anfang an inklusiv gedacht wurde, mit einer Kindertagesstätte, kurzen Fuß- und Radwegen und unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte. Und ich bin überzeugt, dass im Laufe des Projektes noch viele weitere Ideen einfließen und wir einfach mal neue Sachen ausprobieren werden, wie zum Beispiel Car-Sharing und ähnliches.“

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