Pendeln zwischen zwei Bands

Gifhorn: Fuzo Rock teilt sich auf nur noch zwei Lokale auf

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Creeperhead rockten beim Fuzo Rock das H1. 

Gifhorn – Fuzo Rock, die vierte Auflage, gab es am Samstagabend in der Kreisstadt. Allerdings war nur einer der beiden Veranstaltungsorte – statt im letzten Jahr noch fünf – in der Fußgängerzone.

Wer die zweite Band erleben wollte, musste allerdings nur unweit davon entfernt ins Alt Gifhorn gehen.

Dort spielten die Sonny Boys – junggebliebene und altbekannte Senioren, die auf eine jahrzehntelange Musikkarriere zurückblicken können und das Publikum mitrissen. Da drängelte sich dicht an dicht und man hörte einen bunten Querschnitt von Gassenhauern aller Musikgenres.

Morris Sharpe, waschechter Schotte und mit dem Alt Gifhorn in seinem Stammlokal, Wolfgang Dietzmann und Ulrich Lühr sorgten für eine grandiose Stimmung und boten eine echte Alternative für Creeperhead.

Die wirkten im H1 und zogen härteren und harten Rock auf, kamen aber auch bisweilen geläutert aus der Pause und präsentierten seichte Schmusesongs aus alten Zeiten. So erklang dann auch „Hotel California“.

Die Gäste hatten einen guten Vergleich und waren so ziemlich alle an beiden Orten zu finden. „Im Alt-Gifhorn ist es etwas beengt, hier ist es entspannter“, sagte ein weiblicher Gast, was viele Gäste aber sichtlich nicht störte.

Dafür entwickelte sich die Temperatur im H1 in Richtung Sauna-Hitze, Brillenträger schauten daher die erste Zeit ohne Brille zu. Auch Sänger Mike, Gitarrist André, Bassist Stefan und Schlagzeuger Nils hatten mit den Temperaturen zu kämpfen, gaben alles und tobten sich mit viel Engagement durch den Abend, und das nicht ohne Zugaben.

Denn auch nach vier Stunden Konzert hatten die Gäste noch nicht genug. Die Präsenz lokaler Band fanden nicht nur die Gäste, sondern auch einer der Organisatoren, H1-Wirt Holger Hirsch, gut. „Das hebt diese Veranstaltung von anderen ab“, sagte er.

Im H1 stand nicht nur das Stammpublikum vor der Bühne, das sich unter anderem mit Creeperhead-T-Shirts outete. Denn die Gäste machten mit, was von Frontman Mike auch eingefordert wurde. „So mancher Song lebt von der Interaktion“, sagte er und meinte das Mitmachen und Mitgehen.

Das gab es dann auch reichlich, denn Songs wie „Message In A Bottle“ sind auch textlich bei den Musikfreunden gegenwärtig.

Mit Freuden im Alt Gifhorn dabei: die Sonny Boys.

Wie im H1 spielten die Sonny Boys ihre ganze musikalische Routine aus. „Zwei Griffe – ein Welthit“, kündigte Morris an und los ging’s. Die Spielfreude des Trios ging auf die Gäste über, auch hier gab es Zugaben für das begeisterte Publikum.

VON BURKHARD OHSE

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