Kostenlose Aktion am 30. Oktober im Gesundheitsamt

Gifhorn: Amtsarzt ruft zur Impfung auf

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Dr. Josef Kraft impfte Landrat Dr. Andreas Ebel (l.) und Kreisrat Rolf Amelsberg.

Gifhorn – Die neue Grippesaison kommt, das ist sicher. Dass die Influenza einen erwischt, kann man aber verhindern. Mit den ersten beiden Impfungen von Landrat Dr. Andreas Ebel und Kreisrat Rolf Amelsberg eröffnete Amtsarzt Josef Kraft die diesjährige Impfsaison.

„Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen“, sagte Ebel. Ein kleiner Piks in den Oberarm und man ist gegen vier Virengruppen immun.

„Das Serum wird auf die Viren abgestimmt, die nach mathematischen Modellen berechnet erwartet werden“, erklärte Kraft. „Die Grippesaison beginnt ab Januar und Februar, je nach Wetter auch schon mal etwas früher oder später. Vor allem ältere Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranke und Menschen, die viel Publikumsverkehr haben, sollten sich impfen lassen.“

Viele Altenpfleger und Mitarbeiter in Krankenhäusern lassen sich nicht impfen, weil sie denken, sie seien immun. Dem ist aber nicht so, wie Kraft sagte. Bei diesen Berufen locken die Arbeitgeber mit einem freien Tag oder anderen Gesten, wenn man sich impfen lässt. Denn gerade wenn man viel mit Menschen zu tun hat, ist eine Impfung sinnvoll. „Im Falle einer Infektion steckt man viele Menschen an“, bekräftigte der Amtsarzt. Impfen lassen kann man sich bei jedem Hausarzt. Der offizielle Start ist Mittwoch, der 30. Oktober, dann wird eine Impfung beim Gesundheitsamt in der Allerstraße angeboten. „Im letzten Jahr wurde das für die Patienten kostenlose Angebot von mehr als 300 Personen angenommen“, sagte Kraft. Dieses Jahr hat er 500 Dosen reserviert. Falls welche übrige bleiben, gehen die an die Hausärzte. Dort und am 30. Oktober muss man einfach nur seine Krankenkassenkarte vorlegen. Die Kassen übernehmen die Kosten von 20 Euro, die Privatpatienten zunächst bar bezahlen müssen.

Die Grippe, nicht zu verwechseln mit einer Erkältung, ist entgegen landläufiger Meinung eine ernst zu nehmende Krankheit. „Sie kann auf Herz oder Nieren gehen und damit schwere Folgeerkrankungen auslösen“, sagte Kraft. Die Grippe dauert in der Regel fünf bis sieben Tage und geht mit deutlich schwereren Krankheitszeichen einher. Die Influenza-Virusinfektion ist weltweit verbreitet und wird durch Tröpfcheninfektion etwa beim Niesen übertragen, aber auch durch direkten Kontakt wie mit den Händen. Bei vielen Menschen kommt es zu schweren Komplikationen wie Lungenentzündung, Herzmuskelentzündung oder Herz-Kreislaufstörungen. Diese Wirkungen treten meist erst nach bis zu drei Tagen auf, in denen man sich noch gesund fühlt. „In dieser Zeit kann man allerdings andere Personen anstecken“, so Kraft. Gegen eine normale Erkältung hilft der Impfstoff nicht. Ebel und Amelsberg sind nun also bereits gegen die Influenza immunisiert. „Jeder ist eingeladen die Gelegenheit zu nutzen, sich zu informieren und sich impfen zu lassen“, appellierte Ebel an alle Bürger. Und wenn man schon mal beim Arzt ist, kann man auch gleich seinen kompletten Impfstatus überprüfen lassen.

VON BURKHARD OHSE

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