Politiker und Reservisten sammeln

Gifhorn: 545 Euro für die Kriegsgräberfürsorge

Horst Schiesgeries (v.l.), Armin Bunk sowie die Bundeswehr-Reservisten Sönke Begert, Carsten Lauterberg und Harald Tiede.
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Sammelten für die Kriegsgräberfürsorge in der Gifhorner Innenstadt: Horst Schiesgeries (v.l.), Armin Bunk sowie die Bundeswehr-Reservisten Sönke Begert, Carsten Lauterberg und Harald Tiede.
  • VonSiegfried Glasow
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Gifhorn – 545 Euro haben Kommunalpolitiker und Reservisten der Bundeswehr am Mittwoch, 13. Oktober, binnen anderthalb Stunden in Gifhorns Innenstadt gesammelt. Sie waren dem Aufruf des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Kreisverband Gifhorn, gefolgt und hatten die Sammlung unterstützt. Gifhorns Landrat Dr. Andreas Ebel appellierte als Vorsitzender des Kreisverbandes an die Bürgerinnen und Bürger, den Friedensdienst zu unterstützen.

Hintergrund der Aktion ist die jährliche Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Spenden werden für das Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege und die Achtung der Menschenwürde verwendet.

Bevor es am 13. Oktober auf den Weg in die Innenstadt ging, begrüßte Armin Bunk, zuständig für Personal und Organisation beim Landkreis, die Bundeswehr-Reservisten Oberstleutnant Carsten Lauterberg, Oberfeldwebel Harald Tiede und den Hauptgefreiten Sönke Begert sowie die beiden Kommunalpolitiker Horst Ganz und Horst Schiesgeries. Bunk betonte, dass es schwer sei, Sammler für die Spendenaktion zu gewinnen. Dabei sei man auf die Unterstützung der Gemeinden, Samtgemeinden und Städte des Landkreises angewiesen. Schulen sind bei der Sammlung aktuell Corona-bedingt noch nicht mit im Boot. Man freue sich besonders über die Hilfsbereitschaft der Bundeswehr. Die Sammlung läuft noch bis zum 30. November in allen Orten des Landkreises.

In einem Spendenaufruf hatte Ministerpräsident Stephan Weil daran erinnert, dass Kriegsgräber zu den letzten Zeugnissen dieser zivilisatorischen Katastrophe gehören. „Sie veranschaulichen, was Menschen anderen Menschen anzutun im Stande gewesen sind. Der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge setzt sich seit hundert Jahren für den Erhalt von Kriegsgräbern als Orte der Trauer und Versöhnung ein.“ Der Landesverband Niedersachsen führe jedes Jahr europaweit Jugendbegegnungen und eine Vielzahl von Schulprojekten durch. Die Gedenkarbeit für Kriegsgräberstätten der Soldaten, Zwangsarbeiter, Kriegsgefangenen und KZ-Toten solle Wege aufzeigen, „wie wir unser Zusammenleben in Frieden und Freiheit gestalten können“, so Weil.

Der Volksbund unterhält und betreut 832 Kriegsgräberstätten in nahezu 100 Ländern mit weit mehr als zwei Millionen Gräbern zumeist deutscher Soldaten. Sie ruhen dort in fremder Erde, geschützt durch internationales Recht.

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