Landkreis Gifhorn: Verstärkte Kooperationen zwischen Firmen und Schulen

Ein Gewinn für beide Seiten

Renate Peters vom Arbeitgeberverband. (2 v. r.) freute sich über das Interesse der Schulen und Unternehmen an Kooperationen.

Landkreis Gifhorn. Für Christian Eichler, Personalverantwortlicher bei der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, gehören Kooperationen mit Schulen bereits zum Alltag.

„Wir bieten Bewerbungstrainings, Unterstützung von Schulprojekten, Praktika und Wirtschaftsplanspiele an“ berichtet Eichler. Gemeinsam mit 35 Vertreter aus Schulen und Unternehmen nahm er jetzt an der Veranstaltung des Arbeitgeberverbandes Lüneburg-Nordostniedersachsen zum Thema „Kooperationsverträge erfolgreich gestalten“ im Gifhorner Schloss teil.

Renate Peters, Bereichsleiterin Schule-Wirtschaft beim Arbeitgeberverband stellte die unterschiedlichen Kooperationsmöglichkeiten vor, zeigte gute Beispiele aus der Region und erläuterte die Vertragsgestaltung. „Schule und Unternehmen können voneinander profitieren“, ist sich Peters sicher und fügt hinzu: „Schulen brauchen, um die Berufsorientierung ihrer Schüler wirksam voranzutreiben, den Kontakt zu den regionalen Unternehmen. Und auch die Unternehmen brauchen den Nachwuchs aus der Region. Und den erreicht man am einfachsten über die Kooperation mit den Schulen vor Ort.“

Die Bildungsexpertin weist darauf hin, dass die Kooperationen nur dann eine Chance auf Erfolg haben, wenn die Führungsebene beider Organisationen-Schule und Unternehmen-voll hinter der Zusammenarbeit steht. „Kooperationen sind Chefsache. Sie gelingen nur wenn die Schulleiter und Geschäftsführer sie wirklich wollen und ihre Mitarbeiter darin bestärken, diese Zusammenarbeit mit Leben zu erfüllen“ weiß Peters.

Marlene Lindenberg, Lehrerin an der Oberschule Isenbüttel, freut sich, dass ihre Schule kürzlich eine Vereinbarung mit dem Autohaus Kühl geschlossen hat. „Das Unternehmen bietet uns neben Praktikumsplätzen auch einen Fahrdienst für besondere Gelegenheiten an, zum Beispiel um an einer Betriebsbesichtigung teilzunehmen“, erzählt sie. Die Pädagogin wünscht sich eine noch stärkere Unterstützung schwächerer Schüler: „Wir brauchen Betriebe, die neben den leistungsstarken auch die etwas schwächeren zu einem Praktikum einladen und ihnen eine Gelegenheit geben, sich zu beweisen“ wendet sie sich an die anwesenden Wirtschaftsvertreter.

Kontakte zu Unternehmen liefert der Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen und die Wirtschaftsförderung des Landkreises Gifhorn. Schulen und Unternehmen, Schulen, die an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnten, jedoch Interesse an einer Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region haben, können sich beim Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen informieren. Und zwar bei Renate Peters unter (04131) 2249602 oder www.av-lueneburg.de/schulewirtschaft.

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