Ermittlungen laufen

Gesundheitsamt Gifhorn prüft Hintergründe nach zwei Corona-Fällen

+
Im Kreis Gifhorn wurden gestern die ersten beiden Corona-Fälle bestätigt.

Landkreis Gifhorn – Zwei Corona-Fälle im Landkreis Gifhorn: Das Gesundheitsamt des Landkreises ermittelt nun die Hintergründe und möglichen Infektionswege und veranlasst bereits seit Entnahme des Abstriches alle weiteren Schritte.

Dazu gehört insbesondere, die Kontakte der infizierten Personen im Zeitraum von zwei Tagen vor dem Auftreten der Symptome zu ermitteln, um mögliche Ansteckungsketten zu unterbrechen.

Potenziell betroffene Personen werden ermittelt und kontaktiert, erklärte die Kreisverwaltung gestern. Und: „Aus Datenschutzgründen werden keine weiteren Angaben zu dem Fall gemacht.“

Kreisrat Rolf Amelsberg informierte gestern bei der Sitzung des Kreis-Sozialausschusses darüber, dass beide betroffenen Personen derzeit in ihrer häuslichen Umgebung in Quarantäne sind. Sie werden täglich telefonisch kontaktiert. „Bei beiden liegen keine Vorerkrankungen vor, sodass ein schwerer Verlauf nicht zu erwarten ist“, berichteten Dr. Christiane Steiner und Amtsarzt Joseph Kraft. Sofern sich die vorhandenen Symptome verschlimmerten, würden weitere Maßnahmen getroffen. „Es ist auch nicht auszuschließen, dass die betroffenen Personen andere Kontakte hier im Landkreis hatten. Das wird derzeit überprüft“, sagte Amelsberg.

Über seine Homepage und seine Facebook-Seite will der Kreis regelmäßig alles zu den aktuellen Entwicklungen mitteilen. Darüber hinaus ist das Corona-Bürgertelefon der Kreisverwaltung ab sofort auch samstags und sonntags von 8 bis 16 Uhr kostenlos unter (0800) 8282444 zu erreichen.

Für allgemeine Fragen zum Corona-Virus, aktuelle überregionale Zahlen und Infos zu ausgewiesenen Risikogebieten sei die Homepage des Robert-Koch-Institutes am besten geeignet, rät der Landkreis. Für die eigene Sicherheit und die der Mitmenschen gelte nach wie vor, die Hygieneregeln bestmöglich einzuhalten.

Anlass für Schließungen von Einrichtungen oder generelle Absagen von Veranstaltungen sieht der Landkreis Gifhorn weiterhin nicht (siehe Text unten). „Es liegt auch in der Eigenverantwortung des Einzelnen, sein Infektionsrisiko zum Beispiel durch Vermeidung großer Menschenmengen zu reduzieren“, heißt es seitens der Kreisverwaltung. „Dies gilt insbesondere für ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen.“

VON HOLGER BODEN UND BURKHARD OHSE

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare