Der heutige Weltnichtrauchertag soll Betroffene zum Aufhören motivieren

Gesundheit auf der Kippe

Unter dem Motto „Gesundheit auf der Kippe“ soll der Weltnichtrauchertag dabei helfen, die Finger vom Tabak zu lassen.
+
Unter dem Motto „Gesundheit auf der Kippe“ soll der Weltnichtrauchertag dabei helfen, die Finger vom Tabak zu lassen.

Landkreis Gifhorn. Stockender Atem, zugeschnürte Kehle, Atemnot. Nein, das ist keine Panikattacke, sondern für viele Menschen beschwerlicher Alltag. Sie leiden unter COPD, besser bekannt als Raucherhusten.

COPD (chronic obstructive pulmonary desease, also chronisch atemwegs-verengende Lungenkrankheit) ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO die dritthäufigste Todesursache weltweit. Schätzungsweise 6,8 Millionen Menschen sind in in Deutschland betroffen.

Der diesjährige Weltnichtrauchertag steht heute unter dem Motto „Gesundheit auf der Kippe“. Dazu gibt es von Krankenversicherungen und Selbsthilfegruppen zahlreiche Informationsveranstaltungen sowie Proteste zur Anhebung der Tabaksteuer.

„Rauchentwöhnung ist eine schwierige Sache“, weiß Amtsarzt Josef Kraft. „Es gibt da leider kein Universalrezept. Die Leute rauchen ja schließlich auch unter verschiedenen Bedingungen und Anlässen. Jemand, der unter Stress raucht, muss ganz anders an das Aufhören herangehen, als jemand, der aus Langeweile zum Glimm-stängel greift. Daher sollte man sich zusammen mit dem Hausarzt eine passende Strategie überlegen.“

Die klassischen Hilfsmittel zur Rauchentwöhnung sind dabei sogenannte Nikotinersatzmittel. „Nikotinpflaster und -kaugummi sind ja schon länger bekannt“, weiß Nicole Bartels von der Neuen Apotheke in Wittingen. „Ziemlich frisch auf dem Markt ist allerdings das Nikotin-Spray, mit dem auch schon gute Ergebnisse erzielt worden sind.“

Aber auch alternative Therapiemethoden erzielen Erfolge: So hat Peter Hampel von der Selbsthilfegruppe COPD in Wittingen mit Hilfe von Hypnose das Rauchen aufgegeben. „Vor der Therapie habe ich 50 Zigaretten am Tag geraucht“, erklärt der Wittinger. „Danach hatte ich überhaupt nicht mehr das Verlangen, mir eine zu qualmen.“

Die körperliche Abhängigkeit ist vergleichsweise schnell überstanden. „Die physischen Entzugserscheinungen dauern bis zu zwei Wochen“, so Kraft. „Alles danach ist rein psychisch bedingt.“ Daher sei eine generelle Lösung des Problems schwierig. Daher ist es wichtig, das Problem individuell anzugehen“, betont Kraft. „Der Wunsch, überhaupt mit dem Rauchen aufzuhören, ist dabei der wichtigste Schritt.“

Von Dennis Klüting

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare