SPD-nominiert Landratskandidaten einstimmig

Gerald Witt sieht sich als Gestalter

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Da strahlt ein glücklicher Landratskandidat: Gerald Witt (M.) wurde gestern Abend einstimmig zum Kandidaten der Gifhorner SPD gekürt. Noch-Landrätin Marion Lau und Unterbezirksvorsitzender Detlef Tanke freuen sich mit ihrem neuen Spitzenkandidaten.

js Gifhorn. Am Ende der eineinhalb Stunden langen Delegiertenkonferenz der Gifhorner SPD war Gerald Witt dann doch überrascht. Dass er sich noch nicht einmal eine Enthaltung bei seiner Nominierung zum SPD-Landratskandidaten für die Wahl am 25. Mai einfing, damit hatte der Hildesheimer dann doch nicht gerechnet.

56 von 56 möglichen Ja-Stimmen entfielen auf ihn. „Ich habe bei meiner Nominierung eine Gegenstimme bekommen“, rief Noch-Landrätin Marion Lau nach Bekanntgabe des Ergebnisses in die Scheune des Deutschen Hauses in Gifhorn. Wenn das Wahlergebnis des Abends Rückschlüsse auf die Landratswahl zulasse, sei man auf einem sehr guten Weg so Marion Lau, die am 1. November aus dem Amt scheidet.

Dass Witt für das Spitzenamt aufgestellt werden würde, war schon vor Auszählung der Stimmzettel klar. Der 55-Jährige war einziger Kandidat und läuft sich schon länger nicht nur innerparteilich für den Job im Gifhorner Schloss warm. Seit gestern wird’s nun ernst.

Das versuchte Marion Lau ihren Genossen mit auf den Heimweg zu geben. Eindringlich mahnte sie zur Geschlossenheit. Man gewinne eine Wahl nur zusammen. Und: „Ich will beruhigt aus meinem Amt scheiden.“

Sowohl für den Unterbezirksvorsitzenden Detlef Tanke als auch für Rolf Schliephake, SPD-Fraktionsvorsitzender im Gifhorner Kreistag, ist Witt die ideale Besetzung. Einen besseren hätte man nicht finden können, sagten beide.

In seiner gut halbstündigen Rede stürzte sich der Leiter der Helmstedter Arbeitsagentur natürlich sofort auf das Thema Arbeitsmarkt. Gleichwohl versuchte Witt, nicht den Eindruck aufkommen zu lassen, er sei monothematisch auf das Thema Beschäftigung ausgerichtet. Dennoch: „Ein gutes Haus braucht ein solides Fundament. Und das ist nun mal Beschäftigung.“

Der Nordkreis sei für ihn eine Baustelle in Sachen Mobilität und Verkehr. Der Lückenschluss der Autobahn 39 sei dabei unabdingbar. Vor allem auch, um junge Familien in den Nordkreis zu locken.

Am Ende seiner Ansprache bezeichnete er sich als Gestalter. „Mich braucht man nicht zum Jagen tragen.“ Die Politik von Marion Lau möchte er als Landrat fortsetzen, kündigte Witt an. „Ich trete an, um den Landkreis weiterzuentwickeln.“

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