MTV Gifhorn und Beschäftigte der Lebenshilfe kicken am Welt-Down-Syndrom-Tag

Gemeinsam Sport und Spaß

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Es war eher ein Zufall, dass sich die Mitglieder der ersten Herren-Fußballmannschaft des MTV Gifhorn mit Beschäftigten der Lebenshilfe am Welt-Down-Syndrom-Tag zu einem Spieltag trafen. Fußball stand natürlich auch auf dem Plan. 

Gifhorn. Am 21. März war Welt-Down-Syndrom-Tag. Dass sich gerade an diesem Tag Mitglieder der ersten Herren-Fußballmannschaft des MTV mit Beschäftigten der Lebenshilfe erstmals zu einem gemeinsamen Spieltag trafen, war allerdings Zufall.

Sportlehrer Waldemar Daubert stand mit in der Halle, leitete an und schiedste.

Los ging es mit Basketball, danach Badminton, Fußball und am frühen Nachmittag gab es Boccia. „Zum Schluss ist so vor allem Konzentration gefragt“, fand diese Reihenfolge auch der Trainer der ersten Herren, Uwe Erkenbrecher, gut. Gespielt wurde nicht gegeneinander, sondern miteinander, zum Spaß für alle. Die Mannschaften waren gemischt. „Es ist vor allem auch für die MTV-Spieler ein Erlebnis und eine spannende Erfahrung, weil sie sonst normalerweise nicht mit Menschen mit Behinderung und schon gar nicht in dieser Zahl Kontakt haben“, erklärte Katja Bungartz, pädagogische Leiterin der Lebenshilfe. Insgesamt waren 23 Beschäftigte und rund zehn Spieler des MTV in wechselnder Zusammensetzung mit bei den Partien.

Bevor in den Spieltag gestartet wurde, gab es von Sportlehrer Waldemar Daubert einige Erklärungen zum Ablauf.

Nicht nur Beschäftigte mit Down-Syndrom, auch solche mit anderen Behinderungen machten mit. „Wir haben im Vorfeld die Teilnehmer zusammengestellt. Denn wir haben auch eigene Basketball-, Fußball- und Boccia-Mannschaften“, sagte Bungartz. „Gerade beim Boccia hat unsere Mannschaft bei den Special Olympics schon Erfolge erzielt.“ So waren die Teilnehmer bisweilen nur durch ihrer unterschiedlichen Trikots zu unterscheiden. „Wir kooperieren schon länger mit dem MTV. Vor allem die zweijährlich stattfindenden Sportfeste der Lebenshilfe auf der Flutmulde werden vom MTV unterstützt. Und Uwe Erkenbrecher hat so einen Tag angeregt“, erklärte Bungartz weiter. „Das ist eine gute Gelegenheit, sich über Sport und Spaß kennen zu lernen.“

Am Ende waren alle zufrieden, Spieler, die vielen Zuschauer, die sich die Spiele in der Halle anschauten, wie auch die Organisatoren. „Wir werden das auf jeden Fall wiederholen, vielleicht auch mehr als einmal im Jahr“, waren sich Erkenbrecher und Bungartz schon gestern einig. Konkret sei aber noch nichts geplant. „Das ist eine gute Sache“, resümierte Erkenbrecher.

Von Burkhard Ohse

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