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Gemeinsam für die Jugend

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Unterstützen die Jugendschutzaktion des Landkreises Gifhorn und der drei Kreisschützenverbände (von links): Kathrin Rösel, Uwe Weimann, Landrätin Marion Lau, Hans-Jürgen Sipert, Harald Bohne und Landkreis-Schülerpraktikantin Yuled Arnitali. Foto: Schossadowski

Landkreis Gifhorn. „Wir wollen die Jugendlichen nicht ärgern, sondern sie schützen.

“ Kathrin Rösel, Jugendreferentin des Landkreises Gifhorn, begrüßt die von den Kreisschützenverbänden Isenhagen-Wittingen, Gifhorn und Wolfsburg ins Leben gerufene Jugendschutz-Aktion ausdrücklich. Deshalb ist der Landkreis bei dem Präventionsprojekt auch mit im Boot.

„Unser Ziel ist nicht, Alkohol auf Schützenfesten zu verbieten. Es geht vielmehr um den verantwortungsvollen Umgang damit“, bekräftigt Rösel. Die Erwachsenen müssten dabei Vorbilder sein, „sonst können wir das von den Jugendlichen nicht erwarten“.

Auch Harald Bohne, Vorsitzender des Kreisschützenverbandes Isenhagen-Wittingen, stellt den pädagogischen Aspekt in den Vordergrund. Die Checkliste „Jugendschutz für Schützenfeste“ und die Plakataktion „Keine Kleinen für die Kleinen“ sollen den Vereinen nicht als Anordnungen „von oben übergestülpt werden“, erklärt Bohne. Stattdessen gehe es „um die Art und Weise, wie Schützenvereine mit dem Thema Alkohol umgehen“. Denn noch immer gebe es in der Öffentlichkeit den falschen Eindruck, dass bei Schützenveranstaltungen der übermäßige Alkoholkonsum einfach dazugehöre.

Doch das sei ein Irrglaube, sagt Bohne, der bei diesem Anliegen die Vorsitzenden der beiden anderen Kreisschützenverbände, Uwe Weimann (Gifhorn) und Hans-Jürgen Sipert (Wolfsburg), hinter sich weiß. Mit der Jugendschutz-Aktion soll deshalb auch das Image des Schützenwesens verbessert werden: Die Vereine könnten beweisen, dass sie ihrer Verantwortung gegenüber der Jugend nicht nur im Umgang mit Waffen und deren Gesetzen, sondern auch beim Jugendschutz nachkommen, betont Bohne und hofft auf eine rege Diskussion in den Schützenvereinen über dieses Thema. „Das ist der richtige Weg“, begrüßt auch Uwe Weimann das gemeinsame Projekt. „Wehret den Anfängen“ müsse das Ziel lauten.

Beim Kreisjungschützenball am 14. April in Schneflingen sollen die Info-Plakate erstmals aufgehängt werden. Für Kathrin Rösel ist das der nächste logische Schritt nach den Jugendschutzkontrollen, die der Landkreis bereits bei Partys vornimmt. „Wir wollen uns in der Prävention verstärken“, kündigt die Kreisjugendreferentin an und lobt ausdrücklich die Schneflinger Jungschützen. Diese haben Rösel im Vorfeld ihres geplantes Balls um Ratschläge für die Einhaltung des Jugendschutzes gefragt. Das sei „beachtlich“, findet Landrätin Marion Lau. Sie steht voll hinter dem Präventionsprojekt: „Ich finde das sehr gut.“

Von Bernd Schossadowski

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