Zuschuss für Vorhaben in Betzhorn und Schönewörde / Ehra-Lessien hat bereits erste Gespräche geführt

Geld für Dorferneuerung im Kreis Gifhorn

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Für Straßenbaumaßnahmen in Betzhorn und in Schönewörde gibt es fast 750 000 Euro Zuschuss.
  • VonMatthias Jansen
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Landkreis Gifhorn. „Wir haben noch viel Geld. Ich will 2021 nichts zurücküberweisen. Nutzen Sie die Chancen, die im Angebot des Amtes für regionale Landesentwicklung stecken“, forderte Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) gestern in Gifhorn.

Christian Meyer

Im Rittersaal des Schlosses übergab Niedersachsens Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Zuwendungsbescheide für die Dorfentwicklung auf der Grundlage der ZILE-Richtlinie. 17 Maßnahmen werden mit 3,944 Millionen Euro gefördert.

Neben dem Landkreis Gifhorn – für das Regionalmanagement Südheide – durften sich auch die Gemeinden Wahrenholz und Schönewörde über eine Förderung freuen. Für Straßenbaumaßnahmen in Betzhorn sowie in Schönewörde (Am Denkmal) gibt es fast 750 000 Euro Zuschuss. „Das ist grandios“, freute sich die Wahrenholzer Bürgermeisterin Friedhilde Evers. Die von einer Privatperson beantragte Dachsanierung in Wahrenholz bekommt ebenfalls Geld aus dem prallgefüllten Fördertopf.

Meyer warb dafür, den ländlichen Raum durch weitere Anträge von Kommunen und Bürgern zu stärken. Landlust dürfe nicht nur im Zeitschriftenregal zu finden sein. Mit der Förderung von Land, Bund und Europäischer Union – rund vier Millionen Euro stehen bereit – müsse die Begeisterung für das Leben auf dem Land geweckt werden. „Wir haben deutlich mehr Fördermöglichkeiten als nur den Breitbandausbau“, so Meyer. 35 Dörfer und fünf Dorfregionen mit 41 Dörfern gehören momentan dem Dorferneuerungsprogramm an und können Unterstützung für Projekte zur Sicherung der Infrastruktur, Erhalt der Lebensqualität oder Förderung des Tourismus erhalten.

Dabei, so Meyer, sei „die Region Braunschweig sehr rege“. Insbesondere im Landkreis Gifhorn wird viel für den Erhalt der ländlichen Strukturen gemacht. Von den 187 Anträgen mit einem Volumen von 13,5 Millionen Euro kamen 121 aus der Region zwischen Sprakensehl und Schwülper. Landrat Andreas Ebel bedankte sich bei allen, die viele Ideen und Herzblut in ihre Anträge gesteckt hätten und zur Sicherung der Lebensqualität sowie zur Entwicklung des ländlichen Raumes beitragen würden. Denn 90 Prozent der gesamten Fläche Deutschland würde zum ländlichen Raum gezählt werden, verdeutlichte Ebel, wie wichtig es ist, die Strukturen auch in kleinen Orten weiter zu erhalten.

Ziel der Dorfregion ist es, dass Gemeinden künftig interkommunal in der Region zusammenarbeiten und gemeinsame Konzepte entwickeln. Die Gemeinde Ehra-Lessien hat bereits erste Gespräche geführt.

Von Matthias Jansen

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