Erstes Treffen in Gifhorn mit 30 Interessierten

BI gegen 5G macht mobil

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Rund 30 Interessierte trafen sich zur ersten Sitzung der Bürgerinitiative gegen 5G im Landkreis Gifhorn. 

Gifhorn – Zum ersten Treffen nach der Gründung der Bürgerinitiative im Landkreis gegen 5G kamen am Dienstagabend knapp 30 Interessierte in die Alte Ziege in Gifhorn.

„Brüssel, Genf, Florenz, Rom und nun Gifhorn“, sagte Sprecherin Nicole Wolf und zählte damit die Städte auf, die den geplanten Mobilfunkstandard nicht zulassen wollen, wobei Gifhorn derzeit auf der Wunschliste der Bürgerinitiative steht. „Wir wollen 5G von vornherein verhindern“, bekräftigte Wolf. Besonders verärgert zeigten sich Wolf wie auch andere Teilnehmer über Zeitungsartikel, in denen Professoren zu 5G interviewt wurden. Es fehle jeder Ansatz einer kritischen Betrachtung, sagte Wolf. Berufen bei der Kritik wolle man sich zuallererst auf den Artikel 2 des Grundgesetzes, der die körperliche Unversehrtheit garantiere. Die sei aber bei einer Einführung neuer Antennen, von denen laut Wolf flächendeckend 800 000 in Deutschland geplant seien, gefährdet. „Und wir können nicht darauf vertrauen, dass uns die Politik schützt“, sagte Wolf.

Erste Pläne und Projekte, um die Einführung des Mobilfunkstandards zu verhindern, gibt es auch schon. Dabei stehen Infostände in der Fußgängerzone, das Sammeln von Unterschriften, Veranstaltungen mit Diskussionen und Vorträgen von gegen den Mobilfunkstandard engagierten Experten auf der Agenda, wie Wolf vorstellte. Darüber hinaus werde das Gespräch mit Bürgermeister Matthias Nerlich und Landrat Dr. Andreas Ebel gesucht.

Während es von Nerlich bereits ein Gespräch zusagte, warte man noch auf die Antwort vom Landrat, sagte Wolf. Ganz wichtig sei die Erstellung einer Homepage, um sich mit anderen Bürgerinitiativen zu vernetzen. Zurzeit gebe es bereits einen Auftritt in einem sozialen Netzwerk sowie Kontakte von Interessierten über einen Messenger-Dienst. Parallel habe man außerdem Bedenken gegenüber weiteren Strahlungsquellen wie der Mikrowelle, sagte Wolf. Auch Babyphone bergen ebenso eine Gefahr für die Kinder wie die Strahlung der Smartphones bei schwangeren Frauen, die ihre Mobilfunkgeräte in unmittelbarer Nähe des ungeborenen Lebens halten, sagte sie.

Besonders bedenklich, so ein Gast, sei, dass Wolfsburg sich angeboten habe, Modellstadt für 5G zu werden. Portugal wolle sogar 5G-Land werden. Das nächste Treffen der BI ist für Dienstag, 28. Mai, geplant, voraussichtlich im Deutschen Haus in Gifhorn.

VON BURKHARD OHSE

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