Vögel müssen im Stall bleiben

Kreis Gifhorn: Geflügelpest rückt näher

Ein Vogel wird begutachtet.
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Im Landkreis Gifhorn wird die Aufstallungspflicht verschärft.
  • vonCarola Hussak
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Im Landkreis Gifhorn wird das Aufstallungsgebot für Vögel verschärft. Der Landkreis appelliert an alle Geflügelhalter, vorbeugende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Landkreis Gifhorn – Der Landkreis Gifhorn hat ein Aufstallungsgebot für Vögel ausgeweitet, welches für den Bereich der Samtgemeinde Papenteich und entlang der Oker gilt. Betroffen von der Ausweitung sind Teile die Gemarkungen Meine, Groß Schwülper und Hillerse. Hintergrund ist der Fund einer an der Vogelpest gestorbenen Graugans an den Harvesser Kiesteichen im Landkreis Peine.

„Die Verschleppung in Hausgeflügelbestände muss verhindert werden“, teilt der Landkreis Gifhorn hierzu mit. Daher hätten die Landkreise Gifhorn und Peine und die Stadt Braunschweig mit entsprechenden tierseuchenbehördlichen Allgemeinverfügungen angeordnet, dass Geflügel in dem Gebiet, in dem sich der betroffene Gänseschwarm befindet, aufzustallen ist.

Der Landkreis Gifhorn appelliert weiterhin an alle Geflügelhalter – sowohl kommerzielle Betriebe als auch Hobbyhalter – sich rechtzeitig mit der Situation auseinanderzusetzen und umgehend vorbeugende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. „In jeder Geflügelhaltung kommt es jetzt besonders auf die Einhaltung der ohnehin gesetzlich vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen an“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Es kommt jetzt besonders auf die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen an.

Landkreis Gifhorn

Wenn Geflügel außerhalb der vom Aufstallungsgebot betroffenen Gebiete weiter im Freien gehalten werden soll, sei unbedingt auf den Schutz des Geflügelbestandes vor dem Kontakt mit Wildvögeln zu achten. Dazu gehören insbesondere Futterstellen, die für Wildvögel nicht erreichbar sind, eine geschützte Lagerung von Futter und Einstreu und das Tränken mit Leitungswasser, auf keinen Fall mit Oberflächenwasser.

Da die Lage sich kurzfristig ändern kann, ist auch jederzeit mit einer Ausweitung der Gebiete für die die amtliche Anordnung einer Aufstallung des Geflügels getroffen wird, zu rechnen.

Außerdem weist der Landkreis darauf hin, dass bei der reinen Stallhaltung von Geflügel, das vorher im Freiland gehalten wurde, in der Verantwortung des jeweiligen Tierhalters liegt, seine Tiere auch im Stall artgerecht zu halten: Insbesondere ausreichend Licht, gute Luftzufuhr und ausreichend Platz sind wichtig, um eine tierschutzgerechte Haltung zu gewähren.

Wer tote Wasservögel oder Greifvögel findet, wird gebeten, dies umgehend beim Landkreis Gifhorn, zu melden: veterinaeramt@gifhorn.de oder (05371) 8 23 91.

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