Bei Schülertransport läuft nicht immer alles glatt / Polizei gibt Tipps für sicheres Verhalten im Straßenverkehr

Gefahrenpunkte für Abc-Schützen im Kreis

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Beim Ein- und Aussteigen an der Bushaltestelle gilt besondere Vorsicht. Eltern proben dies möglichst mit ihren Kindern vorab.

pg Landkreis Gifhorn. Heute fängt die Schule im Landkreis Gifhorn wieder an, am Sonnabend folgt die Einschulung der Erstklässler: Die Zeit der süßen Sommerferien ist vorbei.

Am Montag ist Schulstart für die neuen Schüler. Allein im Stadtgebiet Gifhorn werden 369 Kinder neu eingeschult und damit steigt die Zahl der Grundschulkinder in der Stadt auf derzeit 1545. Dies bedeutet ein Mehr an Verantwortung für die Kinder selbst, deren Eltern, wie auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer. In erster Linie sind die Eltern für das Kindeswohl und damit auch den sicheren Schulweg ihres Kindes verantwortlich.

Hans-Heinrich Kubsch, Verkehrssicherheitsberater bei der Polizei Gifhorn, betont, dass Eltern rechtzeitig und wiederkehrend vorher mit ihrem Kind den Schulweg oder den Weg zum Bus üben sollten. Die Kinder sollten auf Hofeinfahrten oder auch Straßeneinmündungen hingewiesen werden. „Tun Sie dies möglichst zu realen Verkehrszeiten, damit das Kind auch mit dem Verkehr konfrontiert wird“, sagt Kubsch. Der Berater verweist auf die Vorbildfunktion der Eltern: „Verhalten Sie sich auch selbst stets regelgerecht, denn Ihr Kind lernt von Ihrem Verhalten und prägt sich schnell Negatives ein, was Sie ihm vorleben.“ Kinder schon im ersten Schuljahr mit dem Rad zur Schule zu schicken, sei nicht empfehlenswert: Die Kinder seien in dieser Phase noch nicht sicher und zu leicht ablenkbar. „Sollte Ihr Kind den Bus benutzen, üben Sie auch hier, wie es sich an der Bushaltestelle verhalten sollte“, erläutert Kubsch. Die Kinder sollten in Haltebuchten nie zu nahe an den Bordstein herantreten. Ein absolutes No-Go seien Rangeleien oder Schubsereien, wenn der Bus nahe. „Kinder sollten niemals nach dem Aussteigen unmittelbar vor oder hinter dem Bus die Straße queren, sondern immer warten, bis dieser abgefahren ist.“

Kubsch richtet aber auch einen Appell an die anderen Verkehrsteilnehmer: „Fahren Sie vor Schulen und wenn Sie Kinder oder auch ältere und unsichere Menschen im Straßenverkehr wahrnehmen, besonders vorsichtig und rücksichtsvoll, bleiben Sie bremsbereit.“ Zu bedenken sei, dass sich bei einer Verdoppelung der Geschwindigkeit sich der Bremsweg vervierfache.

Dass beim Schülertransport aber nicht immer alles glatt läuft, zeigt eine IK-Recherche in der Region. Gefahrenpunkte für die hiesigen jungen Schüler werden genannt. Aus Groß Oesingen gibt es Kritik an zu wenig Beleuchtung und dem Busfahrkartensystem. In Weddersehl wird das Fehlen eines Gehweges als Risiko für die jungen Schüler angesehen.

Einen weiteren Artikel zu den Gefahrenpunkten lesen Sie in der Donnerstagsausgabe des Isenhagener Kreisblattes.

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