Landkreis Gifhorn: Polizei warnt vor Gefahren der Ablenkung im Verkehr

Gefahr am Steuer: Handy, Döner oder Radio

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Polizist Jan-Klaus Jahnke kontrollierte gestern in zivil Autofahrer und machte auf die Gefahren von Ablenkung aufmerksam.

Landkreis Gifhorn. Telefonieren, das Navi einstellen, den Radiosender wechseln oder nach einer Wasserflasche im Beifahrerfußraum greifen – schnell ist man im Straßenverkehr abgelenkt. Und dann kann es dadurch schnell zu Unfällen kommen.

Daher fand gestern die erste länderübergreifende Aktion „sicher. mobil. leben“ statt, bei der die Polizei auch im Landkreis Gifhorn abgelenkte Verkehrsteilnehmer sensibilisierte.

„Wir achten bei unseren Kontrollen nicht nur auf Pkw oder Lkw, sondern etwa auch auf Radfahrer und Fußgänger“, erklärte Saskia Reinsch. Die Polizeibeamtin hatte zusammen mit einem Kollegen den Aktionstag geplant und koordiniert. „Es sind fünf spezielle Kontrollteams mit jeweils zwei Personen im Landkreis unterwegs.“ Diese würden aber auch durch andere Kollegen im Streifendienst unterstützt. Die Polizeibeamten, teils in Uniform, teils zivil, würden eben nicht nur auf Verstöße im Straßenverkehr achten, sondern allgemein auch darauf, ob Fahrer abgelenkt seien. „Es muss ja nicht immer nur das Handy sein“, sagte Reinsch, die mit ihrem Kollegen Jan-Klaus Jahnke in Hankensbüttel kontrollierte. „Wenn man am Radio herumspielt, sich mit den Kindern auf dem Rücksitz unterhält oder einen Döner isst, ist man ebenfalls abgelenkt.“ Die Polizisten hielten die entsprechenden Fahrzeuge an und wiesen die Fahrer auf die Wichtigkeit von Konzentration und Aufmerksamkeit hinter dem Steuer hin. „Die meisten sind einsichtig und verständnisvoll. Aber manch einer ist muffelig, hat keine Zeit und fragt, ob wir nichts Besseres zu tun hätten.“

Bis 10 Uhr wurden im Landkreis bereits 129 Fahrzeuge kontrolliert: In sieben davon telefonierte der Fahrer, in 21 hatte die Ablenkung andere Ursachen. „Aber: Ablenkung kann man nicht messen. Man muss einfach aufpassen“, erklärte Jahnke. Über die abschließenden Ergebnisse der Aktion berichten wir morgen.

Von Dennis Klüting

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