Kliniken im Umfeld des Nordkreises bestätigen bundesweiten Baby-Boom

„Geburtenrate steigt drastisch“

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Die Kliniken rund ums Isenhagener Land bilanzieren: Deutlich mehr Babys als zuvor erblickten in den letzten Jahren in der Region das Licht der Welt.

Landkreis Gifhorn. Bye bye demografischer Wandel? Der Abfall der Geburtenzahlen sorgte Anfang der 2000er für Schlagzeilen – doch vielleicht relativiert sich dieses Problem bereits: Denn schon seit einigen Jahren steigen die Geburtenraten bundesweit an.

Das gilt offenbar auch für diese Region, wie Sprecher der Krankenhäuser in Gifhorn, Uelzen und Celle bestätigen.

Matthias Schultz, zuständig für Unternehmenskommunikation im Helios-Krankenhaus Gifhorn, berichtet: „Die Zahlen sind in den letzten Jahren drastisch angestiegen. Donnerstag werden wir wahrscheinlich unser tausendstes Baby in diesem Jahr auf die Welt bringen. Grob geschätzt sind das hundert mehr als im Vorjahr.“

Auch im Allgemeinen Krankenhaus Celle zeigt sich ein Anstieg. Dort sind 2016 bereits 1124 Kinder geboren wurden. Nach Angaben der Klinik nimmt die Geburtenrate auch in Celle immer mehr zu.

Thorsten Eckert, Referent für Unternehmenskommunikation am Helios-Klinikum in Uelzen, zieht den Vergleich zum vergangenen Jahrzehnt: „Während in den Jahren 2000 und 2001 jeweils knapp 400 Babys im Klinikum in Uelzen das Licht der Welt erblickten, waren es in den Jahren 2007 bis 2010 jeweils rund 550.“ Auch in den Jahren danach sei die Zahl der Geburten im Uelzener Krankenhaus gestiegen.

Das Klinikum, so Eckert, habe 2014 das bisher geburtenreichste Jahr verzeichnet: Das Team der Geburtshilfe verhalf insgesamt 669 Mädchen und Jungen auf die Welt. In 2015 wurden 643 Babys geboren – das zweitbeste Ergebnis des Klinikums.

Und laut Eckert ist der Trend zu starken Geburten-Jahrgängen ungebrochen: „Auch in diesem Jahr liegt die Zahl der in Uelzen auf die Welt gekommenen Kinder auf hohem Niveau. Bis zum 26. September wurden 480 Kinder geboren. Dabei registrierte das Klinikum im August diesen Jahres den geburtenreichsten Monat – mit 74 Babys.“

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