Honky Tonk: Publikum tanzt, hüpft und schwitzt bei 13 Bands

Ganz lange Nacht in Gifhorn

Leichtere Töne gab es vom Trio Latino im Cappu Bistro.

Gifhorn. Vor der Zeitumstellung wurden die Gifhorner Bürgersteige wieder heruntergeklappt. Honky Tonk hieß es vom Samstagabend bis in die frühen Morgenstunden in der Kreisstadt.

In 13 Kneipen, Gaststätten und Cafés gab es Live-Musik, und je nach Genre tobte auch das Party-Volk.

Während Kult-Singersongwriter Markus Funke in der Cappu Bar mit eher seichten Tönen zur akustischen Gitarre seine vielen Fans um sich versammelte, animierte Tom Twist in der Brasserie Paula’s die Feiergäste zum wilden Tanz. Wie hier war es auch in der Szenekneipe H1 eng, die Security achtete darauf, dass es nicht übervoll wurde.

Dennoch war im H1 nicht nur aufgrund der Raucherlaubnis dicke Luft. Das Tanzen hielt sich in ganz engen Grenzen, und vor der Bühne, auf der Creeperhead mit ihrem „Asskickin“-Cover-Rock ihre Show abzogen, sah man die Fans mehr senkrecht hüpfen statt sich rhythmisch waagerecht bewegen. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch. Wer mehr Platz zum Tanzen einforderte, musste sich ein wenig außerhalb begeben.

Im Oscar’s, etwas abseits der übrigen Bühnen, gab es Platz genug, das hörte man auch am Kommentar der Feiernden. „Hier kann man gut tanzen“, meinte eine Besucherin, die sich zu den Klängen von Big Lenny Power Exson austobte.

Shawn Magarity, erstmals für das Honky Tonk in Gifhorn verantwortlich, war sehr zufrieden. „Wir hatten knapp 2500 begeisterte Gäste, und auch die Gastronomen waren vollauf zufrieden“, zog er ein positives Fazit. In Gifhorn habe sich das Honky Tonk schon eingebürgert, doch wolle man dem Wunsch nach mehreren Veranstaltungen pro Jahr nicht nachkommen. „Es soll etwas Besonderes bleiben“, sagte Magarity, der vor allem den Shuttle-Service lobte, den es nicht in jeder Stadt gebe.

Zu ganz später Stunde lichtete sich das Besucheraufkommen an den meisten Orten, die Partymassen schlenderten dann zum Gifhorner Brauhaus und zum Latino. Denn während die Live-Sessions auf den Bühnen bis um 1 Uhr dauerten, ging es im Brauhaus und im Latino noch weiter. Hier rockten Second Hand und Blind Date noch bis 3 Uhr.

Von Burkhard Ohse

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