Gemeinsame Aktion der City-Gemeinschaft Gifhorn und des Bündnisses für Familien in der Kreisstadt

Fußgängerzone fest in Familienhand

Einmal so richtig mit dem Boot in der Fußgängerzone rudern – das machte den Kindern Spaß.
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Einmal so richtig mit dem Boot in der Fußgängerzone rudern – das machte den Kindern Spaß.

Gifhorn. Schönes Wetter, Wochenende und gleich zwei große Veranstaltungen für und rund um Kinder und Familien sorgten am Sonnabend für eine volle Fußgängerzone.

Dabei machten sich die Kindermeile der Gifhorner City-Gemeinschaft und das Familienfest des Bündnisses für Familie keine Konkurrenz, sondern ergänzten sich.

Mitten in der Fußgängerzone fand die Mühlen-Rallye statt, bei der die Kinder von Stand zu Stand verschiedene Aufgaben zu bewältigen hatten. Bei der Buchhandlung Dänzer ging es dabei um die Suche nach Kinderbuchhelden. Findus, der Grüffelo, die Olchis oder die Tigerente hatten sich zwischen Büchern versteckt und bewachten „Schätze“, die einzusammeln waren. Dann gab es wie an den anderen Stationen, an denen geschätzt, geraten, gefühlt oder getan werden musste, den Stempel in die Teilnahme-Karte.

Gut an kam vor allem auch die Lego-Road-Show. Dazu gab es allerlei Spiel und Spaß vom Bungee-Trampolin über das Ruderboot im kleinen Pool bis hin zum Überschlagsimulator. Etliche Spieleangebote gab es auch am Schillerplatz, wo sich vom Bündnis für Familie 20 der etwa 110 Mitglieder mit einem Stand präsentierten. Bei der Showband durfte mal so richtig getrommelt werden, dazu gab es Riesenlegos, Salzteiggebäckkunstwerke erstellen und andere kreative Angebote. Für die älteren Besucher hielten die Bündnispartner vor allem Infos bereit.

Und da konnte Gifhorns Gleichstellungsbeauftragte Sylvia Rohrbeck auch noch überrascht werden. „Wir hatten hier auch einige vor allem tschechische Familien und Männer, die demnächst hier wohnen werden und bei VW arbeiten, die sich über Angebote für Familien, in erster Linie Sprachangebote, erkundigt haben“, sagte sie. Das deutsche Wort „Hausaufgabenhilfe“ war zwar schwierig zu verdeutlichen, doch die Anfragen hätten den Bündnismitgliedern weitere Aufgabenfelder gezeigt.

Und mit dem Standort Schillerplatz für Aktionen des Bündnisses sei man jetzt sehr zufrieden. „Der ist für uns inzwischen ein Magnet für Familien geworden. Viele Besucher wussten, dass hier auch noch etwas los ist“, sagte Rohrbeck.

Mit dabei waren auch die Hebammen, die auf ihre derzeitige Lage aufmerksam machten. „Im übernächsten Jahr gibt es keinen Versicherungsanbieter mehr für uns, aber für Hebammen ist eine Versicherung Pflicht“, sagte Katja Löwe vom Arbeitskreis Eltern für Hebammen. Vor allem Mütter, Großeltern und Familien trugen sich in die Unterschriftenliste ein, die die beiden Gifhorner Bundestagsabgeordneten Ingrid Pahlmann und Hubertus Heil zu einer Lösung des Problems auffordern. Jutta Bahr zeigte mit einem kurzen schauspielerischen Auftritt, was bei einem Wegfall der freiberuflichen Hebammen drohe: Hotline statt Versorgung von Müttern vor Ort, Warten statt schnelle Beratung, Aufsuchen von Ärzten selbst bei kleineren Problemen.

Von Burkhard Ohse

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