Dehoga-Hauptversammlung des Gifhorner Kreisverbandes in Tiddische

Fusionsgedanken auf Eis

Der Dehoga-Kreisverband hatte jüngst zu seiner Jahreshauptversammlung eingeladen. Eine Fusion mit Wolfsburg-Helmstedt wurde erneut auf Eis gelegt.
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Der Dehoga-Kreisverband hatte jüngst zu seiner Jahreshauptversammlung eingeladen. Eine Fusion mit Wolfsburg-Helmstedt wurde erneut auf Eis gelegt.

Landkreis Gifhorn. Auf der Jahreshauptversammlung des Dehoga-Kreisverbandes (Gaststättenverband) Gifhorn wurde eine Fusion mit dem Dehoga Kreisverband Region Wolfsburg-Helmstedt zwar weiterhin auf Eis gelegt, ist aber noch nicht vom Tisch, wie Kreisvorsitzender Armin Schega-Emmerich bestätigte.

Am 1. Januar 2014 zählte der Gifhorner Berufsverband nur noch 99 Mitglieder, während der Nachbar-Kreisverband Wolfsburg 107 Mitglieder im Bestand hatte. Ein Zusammenschluss würde eine höhere Stellung gegenüber Politik und Verwaltung in den Städten und Gemeinden einnehmen. Einziger Hinderungsgrund: Beide Kreisverbände sind in verschiedenen Bezirksverbänden angesiedelt, nämlich Lüneburg und Braunschweig. Auch hier standen schon einmal Fusionsgespräche auf der Tagesordnung, sind bislang aber nicht verfolgt worden.

Zu Beginn der Versammlung konnte der gleichberechtigte Vorsitzende Henning Steg unter den zahlreich erschienenen Mitgliedern auch den Landtagsabgeordneten Horst Schiesgeries, Bürgermeister Ottmar Bartels, Elisabeth Bebnowski von der BBS I Gifhorn, und Teamleiter Thomas Steinborn vom Jobcenter Gifhorn begrüßen. Gleich zu Beginn stellten sich die Landratskandidaten Dr. Andreas Ebel und Thomas Muth den Dehoga-Mitgliedern vor und machten ihre Ansichten zur Weiterentwicklung des Tourismus im Landkreis Gifhorn deutlich.

Vorsitzender Schega-Emmerich hob in seinem Jahresbericht eine 2,5 prozentige Steigerung bei den Hotelübernachtungen 2013 hervor. Die gute Auslastung sei aber auch auf das benachbarte VW-Werk und dessen Zulieferbetriebe zurückzuführen.

Mit großer Sorge betrachtete er allerdings auch das schleichende Kneipensterben auf dem Lande. „Manche Gaststätten haben sich zur Bedarfsgastronomie entwickelt und nur noch an bestimmten Tagen geöffnet“, so der Vorsitzende, der den Kampf gegen die Schwarzgastronomie, Dorfgemeinschaftshäuser und bezuschusste Vereinsheime als verloren bezeichnete.

Abschluss der Jahreshauptversammlung waren die beiden Referate von Dr. Mario Ruppert, Leiter des Veterinäramtes im Landkreis Gifhorn, und Geschäftsführerin Renate Mitulla vom Dehoga Niedersachsen. Während sich Ruppert mit dem Lebensmittelüberwachungsrecht auseinandersetzte und die neue Lebensmittelinformations-Verordnung auf europäischer Ebene ankündigte, gab Mitulla die Ergebnisse der Verhandlungen mit der Musikverwertungsgesellschaft Gema, dem Bezahl-Fernsehsender Sky (Fußball-Bundesliga) und der Künstlersozialkasse bekannt.

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