Interreligiöses Treffen von Christen und Moslems am Gifhorner Ceka-Brunnen

Friedensgebet in der FuZo

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Beteten am Sonnabend gemeinsam in der Gifhorner Fußgängerzone: Yurtserver Rayman (v.l.), Wolfram Bach, Akin Karadag, Karakas Mehmet und Ahmet Tanis sowie Martin Wrasmann (nicht im Bild). Rund 150 Zuschauer interessierte das.

Gifhorn. Kriege, Flucht, Terror, Pegida-Demos: Vor diesem weltpolitischen Hintergrund fand am Samstagmittag in der Gifhorner Fußgängerzone ein interreligiöses Friedensgebet statt.

Zu der Veranstaltung am Ceka-Brunnen hatten die katholische und die evangelische Kirche sowie die islamischen Glaubensgemeinschaften aufgerufen.

Der katholische Pastoralreferent Martin Wrasmann begrüßte rund 150 Bürger aus verschiedenen Glaubensgemeinschaften, die zu dem Treffen gekommen waren. „In dieser aufgewühlten Situation Gruppierungen müssen alle Kirchen ihren Beitrag leisten“, war Wrasmann überzeugte.

Der stellvertretende Superintendent des Kirchenkreises Gifhorn, Wolfram Bach, betonte den Wunsch nach Frieden und Freiheit. Alle Menschen suchten nach Orten der Begegnung, meinte Bach.

Für die Beobachter christlichen Glaubens wurde es – wie freilich auch für muslimische Besucher – eine nicht alltägliche Begegnung mit der jeweils anderen Religion. „Aller Lob gehört Allah dem Herrn der Welten. Segen und Frieden sei auf unseren Propheten Muhammet seiner Familie und all seinen Gefährten“ – das waren die einleitenden Worte von Ahmet Tanis vom Türkisch Islamischen Verein. Tanis rief dazu auf, die „Fehler zu überwinden“ und „Freude in betrübte Herzen zu tragen“.

„Oh Allah, wir bitten dich, nimm unsere Gebete an“ – mit diesen Worten beendete Tanis seinen Aufruf, der von Akin Karadag ins Deutsche übersetzt wurde. Karakas Mehmet von der Kurdisch-Islamischen Gemeinde aus Gamsen und Yurtserver Rayman (Vorstandsvorsitzender) nickten zustimmend.

Von Bernd Behrens

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