Jungtiere schlüpfen pünktlich zum Storchenfest in Leiferde / Tausende Besucher schauen beim NABU vorbei

Fridolin und Friederike: Dreifacher Nachwuchs

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Das Storchenfest in Leiferde lockte gestern wieder tausende Besucher an.

sg Leiferde. Das war mal eine Punktlandung: Pünktlich zum Storchenfest in Leiferde hat sich bei den Weißstörchen Fridolin und Friederike dreifacher Nachwuchs eingestellt. Besser konnte das Fest gestern wahrlich nicht beginnen, zu dem mehrere tausend Besucher erwartet wurden.

„Schon um 10 Uhr bevölkerten die ersten Besucher das Gelände rund um das Artenschutzzentrum, obwohl der offizielle Beginn für 11 Uhr angekündigt war“, so Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums. Sie verteilte noch schnell die Essensmarken an die vielen freiwilligen Helfer. Auch die Leiferder Feuerwehr war wieder tatkräftig mit dabei und stellte sogar ein großes Löschfahrzeug aus. Ein einziges Paradies für die vielen Kinder, die mit ihren Eltern, Omas und Opas sowie Verwandten zum Storchenfest angereist waren.

Luftig: der Blick aus dem Storchennest.

Da stand ein geführter Rundgang durch das Artenschutzzentrum mit seinen vielen Tierarten natürlich an erster Stelle. Während sich Fridolin bei kühlen Temperaturen um Frau und die Jungstörche kümmern musste, standen die Störche im Freigehege gelangweilt herum und ließen sich von den vielen Besuchern nicht aus der Ruhe bringen. Etwas nervöser waren da schon die Mäusebussarde, Turmfalken, Papageien und Eulen, die diesen Ansturm einmal im Jahr erleben.

Einen Naturkunde-Unterricht der anderen Art erlebten die vielen Kinder am Stand der Kreisjägerschaft Gifhorn. Johann Kepper hatte viele ausgestopfte Tiere aus Feld, Wald und Flur mitgebracht, die es zu erkennen galt. Da war einmal sogar streicheln erlaubt. Der Unterricht setzte sich an einigen Ständen fort und so konnten Informationen über den Wolf, Bienen, Hornissen und Wespen gesammelt werden.

Welche Nistkästen passen zu welchem Vogel? Aufklärung gab es am Ausstellungsstand mit den verschiedensten Nistkästen. Der Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung war hier ebenso mit einem Stand vertreten wie die Natur-AG des Sibylla-Merian-Gymnasiums aus Meinersen. Da durfte auch eine Gärtnerei nicht fehlen, die Pflanzen für den heimischen Garten anbot. Selbstgemachte Gewürzmischungen, Öle und Kräuterpflanzen fanden ebenso reißenden Absatz wie Kinder- und Lehrbücher über die Natur. Für Kurzweil sorgten eine große Hüpfburg, ein Glücksrad und der Mal-Pavillon. Der große Renner war die Aktion „Ein Tuch für Tiere“: Es wurden sehr viele Tücher abgegeben, die verkauft wurden. Der Reinerlös soll dem Bau einer Spechtvoliere zugutekommen.

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