Nabu-Artenschutzzentrum Leiferde: Weißstörchin liefert sich heftige Kämpfe mit Nebenbuhlerin

Frida und Fridolin sind wieder vereint

Fridolin und Frida nisten seit 2008 auf dem Schornstein am Nabu-Artenschutzzentrum in Leiferde.
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Fridolin und Frida nisten seit 2008 auf dem Schornstein am Nabu-Artenschutzzentrum in Leiferde.

Leiferde. Weißstorch Fridolin traf am 15. Februar, so früh wie noch nie zuvor, am Nabu-Artenschutzzentrum Leiferde ein. Jetzt gesellte sich am Sonnabend auch Frida dazu. Seit dem Jahr 2008 nisten sie dort auf dem Schornstein.

Seit Mitte Februar hatte das Team des Nabu-Artenschutzzentrums auf Frida gewartet. Sieben Tage später tauchte ein Weißstorch auf. Fridolin flog keine Attacke und der neue Storch landete auf dem benachbarten Dachfirst des Zentrums. Die Vermutung lag nahe, dass es sich um ein Weibchen handelte. Flog Fridolin mal vom Nest, so war sofort das neue Weibchen dort, das Fridolin bei seiner Rückkehr verscheuchte. Doch die Neue war sehr hartnäckig. Mitte der vergangenen Woche war es dann soweit: Sie durfte sich auf dem Nest aufhalten und es kam zu Paarungen. Trotz allem entsprach der Umgang der beiden Weißstörche nicht dem Verhaltensschema, das in den vergangenen Jahren Frida und Fridolin an den Tag gelegt hatten.

Als Frida jetzt eintraf, war das Nest durch Fridolin und die Neue belegt. So landete Frida auf dem nahen Dachfirst auf der Beobachtungskamera und Fridolin flog sogleich zu ihr herüber. Wenige Momente später paarte er sich mit Frida auf der Kamera. „Frida wollte unbedingt auf das Schornsteinnest“, berichtet Joachim Neumann vom Nabu-Artenschutzzentrum, „Sie flog heftige Attacken gegen das neue Weibchen, ohne Unterstützung von Fridolin. Es kam zu heftigen Kämpfen zwischen den beiden Weibchen.“ Am nächsten Tag, nach Auswertung von Fotos war klar, Frida hat es geschafft. Das andere Weibchen war verschwunden.

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