Caritasverband Gifhorn heißt syrische und irakische Flüchtling willkommen

In der Fremde nicht allein

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Migranten aus Wittingen beim Willkommenstag in Gifhorn. Zweite von links, Jutta Leinemann, ganz rechts Caritas-Geschäftsführerin Anette Witt.

Gifhorn. Der Caritasverband für Stadt und Landkreis Gifhorn hatte am Samstagnachmittag zu einem Willkommenstag für Flüchtlinge aus dem Irak und Syrien in die ehemalige Pfarrwohnung der St. Bernward Kirche eingeladen.

Dort befindet sich auch die Geschäftsstelle des Migrationsdienstes, die von Anette Witt aus Hankensbüttel geführt wird. Jutta Leinemann, zuständig für die Beratung von Erwachsenen, berichtete, dass dieser Wilkommenstag das erste Mal durchgeführt wird und in Zukunft auch weitergeführt werden soll. „Die Idee war, für die vielen Migranten im Landkreis Gifhorn eine allgemeine Information anzubieten, um dadurch auch die zeitaufwändigen Einzelgespräche zu minimieren. Der Vorteil liegt auch darin, dass sich die Familien aus den einzelnen Ländern näher kennenlernen. Allerdings ersetzt die allgemeine Information nicht das notwendige Einzelgespräch, weil hier auch die privaten Probleme der Familien auf den Tisch kommen“, so Leinemann.

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Eingeladen waren auch die Flüchtlinge, die schon etwas länger im Landkreis leben, um Kontakte untereinander herzustellen. Sie können den Neuen helfen, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden und sie bei Behördengängen unterstützen. Einer davon ist Chamoun Safar, der schon seit 28 Jahren in Wittingen lebt und im Volkswagenwerk arbeitet. „In Wittingen leben derzeit vier Familien, die aber räumlich zu weit auseinander liegen, um sich regelmäßig zu treffen“, so Safar, der sich eine Unterbringung in nächster Nähe gewünscht hätte.

Von Siegfried Glasow

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