Jährliches Minus von vier Millionen Euro / Mögliche Herabstufung

Standort Braunschweig-Wolfsburg: Flughafen auf Absturzkurs

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Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg fährt Verlust ein. Experten empfehlen eine Herabstufung zum Sonderlandeplatz.

dt Braunschweig. Ein Gutachten belegt die schwierige finanzielle Situation des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg. Die Gesellschafter müssten deutlich mehr Geld in die Hand nehmen, damit der Betrieb weiterlaufen kann.

Der Norddeutsche Rundfunk meldet, dass die Städte Braunschweig und Wolfsburg ein Gutachten in Auftrag gegeben hätten. Dieses komme zu dem Schluss, dass der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg finanziell angeschlagen sei. Der Betrieb mache demnach ein jährliches Minus von mindestens vier Millionen Euro. Um weiterhin zukunftsfähig zu bleiben, müssten laut NDR also mehr Mittel von den Gesellschaftern bereitgestellt werden.

Einige Experten würden angesichts des immensen Investitionsbedarfs empfehlen, den Flughafen umzustrukturieren. Demnach soll der derzeitige „Verkehrsflughafen zu einem Sonderlandeplatz und einem VW-Werksflughafen“ heruntergestuft werden.

Laut Informationen aus dem Betriebsrat wehrten sich aber die Mitarbeiter des Flughafens gegen eine solche Entscheidung. Sie fürchteten um ihre Arbeitsplätze. Sollten aufgrund der Herabstufung auch große Unternehmen wie Siemens, Bosch, New Yorker oder Aerodata den Standort zwischen Braunschweig und Wolfsburg nicht mehr nutzen, drohe auch der Wegfall von Arbeitsplätzen im Umfeld des Flughafens. In diversen wissenschaftlichen Institutionen, Behörden und Unternehmen seien in dem Gebiet mehr als 3000 Menschen beschäftigt.

Dem Experten-Vorschlag stünde auch Braunschweig kritisch gegenüber. Aus Wolfsburg hieße es ebenfalls, eine wirtschaftliche sowie soziale Lösung müsse gefunden werden. In wenigen Wochen werde das Vorgehen festgelegt.

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