32 000 Zuschauer bei stars@ndr2 toppen den Erfolg vom Vorjahr / Dritte Auflage wird es nicht geben

Feuerwerk der Gefühle in Gifhorn

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Die Moderatoren Holger Ponik und Ilka Petersen heizen das Publikum an.

Gifhorn. Um 16. 20 Uhr stieg am Samstag auf dem Gelände an der Sporthalle Nord in Gifhorn-Gamsen das Festivalfieber: Die beiden Radiomoderatoren Holger Ponik und Ilka Petersen kündigten die Newcomerin Lotte und Band an. Von Siegfried Glasow

Startschuss für „stars@ndr2“, und das vor 32 000 Zuschauern, 7000 mehr als bei der Premiere im Vorjahr.

Headliner des Abends: Tim Bendzko.

Lotte war, wie sich zeigte, der perfekte Opener – mit Songs wie „Pauken“ mit dem nach vorn galoppierenden Klavier, mit dem dramatisch flirrenden Eifersuchtsdrama „Du fehlst“ und dem epochalen Epos „Auf dich“. Ihr Erfolgshit „Auf beiden Beinen“ fehlte freilich nicht.

Diese Fans aus Wesendorf gehörten zu den 32 000 Zuschauern im Festival-Publikum.

Danach stürmte das dänische Hitwunder Aura Dione mit Band die Bühne. In gebrochenem Deutsch stellte sie sich den begeisterten Fans vor und ließ natürlich auch nicht ihre Hits wie „Geronimo“ und „I love you on Monday“ aus. Aura präsentierte auch Stücke aus ihrem dritten Album „Can´t steal the music“ ein ausgefallenes Pop-Meisterstück mit zahlreichen Einflüssen aus Folk und Electro.

Feuerwerker Wincent Weiss hatte seine Hits im Rücken.

Mit Marlon Roudette betrat ein weiterer internationaler Star die Bühne. Der 1983 in London geborene Sänger wuchs teilweise in der Karibik auf und gibt dieses Feeling auf der Bühne wieder. Mit seinen größten Hits „New Age“, „Anti Hero“ und „When the beat drops out“ riss er die vielen Fans schnell in seinen Bann.

Emotional: Lotte überzeugte mit viel Gefühl in der Stimme.

Ein „Feuerwerk“ der Gefühle spulte auch Wincent Weiss bei seinem Auftritt in Gifhorn ab. Er begrüßte zunächst die Fans in der ersten Reihe per Handschlag und nahm anschließend ein Bad in der Menge, indem er sich auf dem Rücken auf den Händen der Fans durch die Zuschauermenge tragen ließ. Der Publikumsliebling des Tages präsentierte natürlich seine Hits „Regenbogen“, „Musik sein“ und „Feuerwerk“. Die Teenies flippten förmlich aus und kreischten, was das Zeug hielt. Die weiter hinten stehenden Mütter hätten ihn sich vermutlich durchaus als Schwiegersohn gewünscht.

Marlon Roudette brachte Karibik-Feeling nach Gifhorn.

Der abschließende Top-Act des Tages war gegen 21.30 Uhr Tim Bendzko. Der 1985 in Ost-Berlin geborene Popstar präsentierte Songs aus seinen drei Alben „Am seidenen Faden“, „Immer noch Mensch“ und „Wenn Worte meine Sprache wären“. Da durfte natürlich auch der letzte große Hit „Keine Maschine“ nicht fehlen. Ein toller Abschluss eines langen Tages, den insbesondere die jungen Fans nicht vergessen werden.

Balance-Akt: Kinder konnten sich auf 300 qm austoben.

Bürgermeister Matthias Nerlich zeigte sich erfreut über die Massen, die aus ganz Deutschland nach Gifhorn gekommen waren. Er bedankte sich kurz vor Ende des Musikspektakels bei allen Helfern vor und hinter der Bühne, der Polizei, der VLG, dem DRK, dem Sicherheitsdienst, der Feuerwehr und natürlich bei den Landwirten, die zum Erfolg der Großveranstaltung beigetragen haben.

Hier verabschiedet sich eine Wahrenholzer Junggesellin.

Die hohe Polizeipräsenz sorgte von Anfang an für einen geregelten Ablauf. Aus polizeilicher Sicht sei das Festival gut verlaufen hieß es gestern, auch wenn es „ein paar kleinere Auseinandersetzungen“ gegeben habe. Und einige Parksünder: Bereits am frühen Nachmittag mussten die ersten Autos abgeschleppt werden, die auf Behindertenparkplätzen im Wohnviertel von Gamsen abgestellt worden waren. Die Zufahrt wurde für Ortsfremde gesperrt.

Aus Dänemark: Aura Dione.

Besonders bewährte sich der kostenlose Bus-Shuttle von fünf Standorten im Landkreis. Bereits kurz nach Einlassbeginn um 15 Uhr bildeten sich lange Schlangen in der Kinderwelt beim Bungee-Jumping oder Schminken. Behinderte konnte das Konzert im Rollstuhl von einer Rampe aus verfolgen.

Eine dritte Auflage von stars@ndr2 in Gifhorn wird es nicht geben. „Gifhorn war ein toller Gastgeber“, sagte Sabine Droste von NDR 2. Aber: „Das NDR-2-Sendegebiet ist groß, so dass wir uns nach zweimaligem Besuch in einer Stadt nach einem neuen Standort für unser Festival umsehen.“ Bürgermeister Nerlich hofft gleichwohl darauf, vielleicht auch künftig wieder ähnliche Events in Gifhorn zu sehen: „Der NDR hat ja noch mehr Sendeformate.“

Von Siegfried Glasow

IK-Fotostrecke: stars@ndr2 in Gifhorn

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