Sinkende Mitgliederzahl und mehr Einsätze befürchtet / Kreis will unterstützen

Feuerwehren unter Druck

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Die Hilfseinsätze der Kreisfeuerwehrbereitschaft bei dem Hochwasser in Hildesheim und Wolfenbüttel gehörten zu den Besonderheiten im Einsatzgeschehen 2017.

Landkreis Gifhorn. Die 102 Feuerwehren des Landkreises Gifhorn haben im vergangenen Jahr einiges geleistet. Insgesamt 1159 Einsätze waren es, die sie zu bewältigen hatten.

Eine Besonderheit waren die Hilfseinsätze der Kreisfeuerwehrbereitschaft beim Hochwasser in Hildesheim und Wolfenbüttel im vergangenen Jahr. Der Landkreis Gifhorn betonte jetzt, auf die Motivation und die professionelle Unterstützung durch die vielen Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehren angewiesen zu sein.

Die Mitgliederzahl der aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner ist mit rund 4300 Mitgliedern im Landkreis Gifhorn nahezu konstant. Dies wird aller Voraussicht nach jedoch nicht so bleiben: Langfristig wird die Anzahl der Einsätze, nicht zuletzt wegen der zunehmenden Unwetterereignisse mit Sturm, Starkregen und Hochwasserlagen, steigen. Und das bedeutet mit Blick auf die demographische Entwicklung, dass zukünftig mehr Einsätze mit weniger Aktiven bewältigt werden müssen.

„Die Freiwilligen Feuerwehren mit ihren Aktiven sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Hilfeleistungssystems und unserer Gesellschaft“, betont Landrat Dr. Andreas Ebel. Daher müssen wir die Freiwilligen Feuerwehren bestmöglich zu unterstützen“. Hier sind die Kommunen und der Landkreis in der Verantwortung: Denn aus der Tatsache, dass künftig mehr Aufgaben mit gleichzeitig weniger Personal zu bewältigen sein werden, folgt zwangsläufig, dass die einsatztaktischen Anforderungen und die Ansprüche des Nutzers an die technischen Einsatzmittel steigen werden.

Was wir brauchen, sind die finanziellen Mittel.

Landrat Dr. Andreas Ebel

Dieses ist insbesondere bei den Beschaffungen zu berücksichtigen. „Was wir brauchen, sind die notwendigen finanziellen Mittel – nicht allein aus Zuweisungen der Feuerschutzsteuer, sondern auch aus Mitteln des Kreishaushalts. Deshalb werden in diesem Jahr auch erstmalig Mittel aus dem Kreishaushalt zur Verfügung gestellt“, so Ebel.

Derzeit wird die Beschaffung eines neuen Einsatzleitwagens für die Kreisfeuerwehr geplant. Mit diesem neuen Führungsfahrzeug, das voraussichtlich Anfang kommenden Jahres ausgeliefert wird, sollen mittlere bis große Einsätze abgearbeitet werden.

Aber auch in den vergangenen sechs Jahren wurden für den abwehrenden Brandschutz bereits wichtige Beschaffungen durchgeführt. Hervorzuheben sind hierbei zwei Kommandowagen für die Kreisfeuerwehrbereitschaft und die FTZ, ein Mannschaftstransportwagen für die Kreisfeuerwehr, zwei Gerätewagen Gefahrgut und die damit einhergehende Umsetzung des landkreisweiten Gefahrgutkonzepts an den Standorten Brome, Gifhorn und Wahrenholz als gemeinsames Projekt mit den Gebietseinheiten, sowie die Anschaffungen für die Einführung des Digitalfunks im Landkreis Gifhorn.

Der Landrat betont: „Es ist mir persönlich ein besonderes Anliegen, die Freiwilligen Feuerwehren weiterhin konsequent zu unterstützen“.

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